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Archiv für die 'USA' Kategorie

USA – Miami: Auf den Spuren von Miami Vice

Als vor über 20 Jahren Don Johnson als Sunny Crocket in Miami Vice mit seinem schnittigen Sportwagen durch Miami düste hatte ich schon diesen Traum von einem Urlaub in Amerika und da eben speziell in Miami Beach. Nun bin ich schon seit Jahren ein sehr großer Fan der amerikanischen Fernsehserie CSI Miami und wieder ist der Wunsch nach meinem Traumurlaub wach geworden und vor ein paar Wochen war es dann soweit, ich bin nach Miami in die Ferien gefahren und es einfach nur ganz ganz toll.

Miami - Bucht an der Küste von Miami

Angekommen bin ich am Miami International Airport, er ist einer der größten internationalen Flughäfen der Welt und ist einfach nur gigantisch. Ich habe diesen Urlaub nur für mich gebucht ohne mich mit anderen Mitreisenden ärgern zu müssen und ich kann meine eigenen Wege gehen. Da ich viele Jahre für diese Reise gespart habe, konnte ich mir ein ganz tolles Hotel in Miami und später auch für ein paar Tage in Miami Beach leisten. Wie ein Filmstar kam ich mir zeitweise vor und habe eigentlich nur darauf gewartet auf „Sonny Crocket oder Horatio Cane“ zu stoßen.

Zu meinem Reiseprogramm gehörte natürlich auch der Besuch des Art Deco Viertels im benachbarten Miami Beach – wobei in Miami Beach natürlich auch der Beach recht ansehnlich war. Natürlich bin ich auch über die Flaniermeile Ocean Drive spaziert und konnte nur staunen. Irgendwie gab es in Miami Beach wesentlich mehr zu sehen, deswegen war ich dann doch noch öfter dort anzutreffen. Ich besuchte dort noch The Holocaust Memorial, Parrot Jungle and Garden, für mehr reichte dann doch leider die Zeit nicht mehr.

Miami - Strand mit Rettungsschwimmer-Turm in Miami.

Dann war ich noch im Miami Seaquarium auf Key Biscayne. Das kubanische Viertel rund um die Calle Ocho war auch toll, die Kubaner sind doch ein interessantes und musikalisches Volk. Von Miami aus bin ich dann natürlich auch in die nahe gelegenen Everglades gefahren – ich habe dort ein paar Alligatoren gesehen – echt unheimlich die Viecher -. Das Wetter war ja super für mich, im Januar und Februar nur so ca. 24 Grad sind für mich der Renner, denn ich mag es nicht so heiß.

So habe ich mich in diesen Ferien so richtig rundum wohl gefühlt. Beeindruckend an Miami ist auch die große Anzahl von Stadtparks – der größte Stadtpark ist allerdings der Miami-Central-Park – wo sehr viele Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten vorhanden sind. Natürlich kann man auch am Strand sehr viele Wassersportarten ausüben, was für mich als u.a. Sporttourist wichtig war. Apropos Sport, ich hatte dann tatsächlich noch das Glück, das ich Karten für den 41. Super Bowl der National Football League im Dolphins Stadium von Miami bekam, der dort stattfand. Das war ein ganz tolles Spiel.

Miami - Typische Villen in Miami.

Weniger angenehm aber irgendwie für mich als Krimifan sehr aufregend waren die diversen Polizeieinsätze, die ich gesehen habe. Aber irgendwie brauche ich das doch nicht unbedingt für einen erholsamen Urlaub, aber…

Mein Urlaub ist leider wieder vorbei – Heimat ich komme. Auf jeden Fall werde ich noch einmal Urlaub in Amerika machen.

Geschrieben von Reiseberichte am Montag 11. Juni 2007

San Francisco: Let’s go to San Francisco…

So lautete aus der Flower Power Zeit ein bekanntes Lied und ebenfalls „California here I come“ und das habe ich mir dann auch als Ziel gesetzt, vor allen Dingen als im Fernsehen vor gut 20 Jahren die Krimiserie “Die Straßen von San Francisco” lief und jetzt aktuell die “Mächtigen Drei” in “Charmed” in San Francisco die Welt vom Bösen befreien. Die Stadt ist einfach nur toll und so habe ich jeden Pfennig und jeden Cent gespart um dann letztendlich im letzten Sommer meinen Traum wahr werden zu lassen. San Francisco – here I am.

Endlich konnte ich mit der berühmten Straßenbahn – der Cable Car – berauf und bergab fahren und voller Staunen diese phantastische Stadt mit der Golden Gate Bridge von oben besehen und mich nur wundern, dass das große Erdbeben so gut überstanden wurde und bloß hoffen, dass kein neues alles wieder aufgebaute Schöne zerstören wird. Das Wetter war für mich optimal, da ich die große Hitze nicht so leiden mag. Faszinierend war allerdings der morgendliche Nebel, der in Schwaden morgens über die Stadt waberte, es hatte so was von „Der Nebel des Grauens“ an sich.

Wunderschön fand ich auch die alten viktorianischen Häuser, die das Stadtbild heute noch prägen, auch wenn viele damals dem großen Erdbeben zum Opfer fielen. Da ich auch Kirchen liebe, war es für mich auch klar, dass ich mir die tollen Kirchen in San Francisco angeschaut habe, zum Beispiel die Mission Dolores Kirche, die Cathedral of Saint Mary of the Assumption an der Gough Street am Cathedral Hill, die Grace Cathedral und auch die Catholic Cathedral of Saint Mary of the Immaculate Conception, auch Old Saint Mary’s Cathedral genannt.

Sie ist eine der ältesten romanischen Kirchen an der Westküste Nordamerikas. Ganz spannend fand ich auch den Besuch auf Alcatraz – man konnte sich gut in die Rolle des Gefangenen hinein versetzen. San Francisco beherbergt auch eine ganze Menge an tollen Museen, einige davon habe ich natürlich auch besucht, das musste einfach sein, so zum Beispiel das Wax Museum, das Comic Art Museum und die California Academy of Science. Fisherman’s Wharf ist natürlich auch ein touristisches Muss und natürlich auch die Pier 39, wenn man ein wenig Jubel und Trubel mag.

Erwähnen sollte ich vielleicht auch noch meinen Besuch im Golden Gate Park, dort wird einiges an Erholung und auch an Attraktionen geboten. Sei’s drum….San Francisco ist ein absolutes Muss wenn man Amerika bereist. Man kann auch durchaus mehrfach diese zauberhafte Stadt besuchen, sie ist es wert.

Geschrieben von Reiseberichte am Dienstag 10. April 2007

New York – die Stadt der tausend Eindrücke

Vor einigen Monaten verschlug es mich mit meiner Mitbewohnerin nach New York. Bis heute konnte ich die unzähligen Eindrücke die mir diese Stadt geboten hat kaum verarbeiten. Nie zuvor habe ich einen Ort erlebt, der so voller Gegensätze ist und solch eine Faszination ausüben kann. Besonders die Bevölkerung ist mir im Gedächtnis geblieben. Bereits am ersten Tag hatte ich mich mit meiner Freundin auf dem Weg zum Hostel verirrt. Leider stellten wir das erst in der Subway fest. Doch obwohl wir uns in einer Millionenstadt befanden, wo Anonymität auf der Tagesordnung stehen sollte, sprach man uns so gleich an und wollte uns mit dem richtigen Weg helfen. Jedoch sind die New Yorker nicht nur durchaus hilfsbereit, sondern auch sehr sehr hektisch. Nirgendwo sah ich Menschen, die einfach nur ruhig spazieren gingen. Niemand schien Zeit zu haben um einfach stehen zu bleiben und die Stadt einmal auf sich wirken zu lassen.

Obwohl New York eine der größten Städte der Welt ist, wunderte ich mich gerade anfangs,dass so viele Dinge doch eigentlich erlaufbar sind. Doch wie sich herausstellte galt das nur für den Stadtteil Manhattan. In Manhattan beschloss ich mit meiner Mitbewohnerin, uns die Stadt doch einmal von oben zu betrachten. So gingen wir nun zum Empire State Building, dem mittlerweile wieder höchsten Gebäude von New York City. Nachdem wir ungefähr zwei Stunden lang anstehen mussten, konnten wir endlich das Plateau des Empire State Buildings betreten. Uns bot sich einfach eine atemberaubende Aussicht. Noch nie im Leben habe ich derart viele Lichter gesehen. Ich schaute einfach in die Nachtlichter und versuchte das Ende der Lichter zu erspähen. Doch ich sah kein Ende. Auch auf der anderen Seite, Lichter und noch mehr Lichter. Erst jetzt konnte ich langsam erahnen wie riesig diese Stadt wirklich sein musste. Selbst wenn man Jahre dort verbringt, könnte man unmöglich jeden Winkel der Stadt kennenlernen können.

Auch einen Besuch auf der Liberty und Ellis Island ließen wir uns nicht nehmen. Nachdem wir im Financial District in ein mittelgroßes Boot gestiegen sind, konnten wir von Wasser aus nocheinmal unzälige Hochhäuser begutachten. Nach zehnminütiger Fahrt rief uns dann auch schon Miss Liberty zu sich, die sich auf einer sehr kleinen aber wirklich ruhigen, idylischen Insel, gerade weit genug vom turbulenten Big Apple. Die Stille hier war für uns mittlerweile äußerst ungewohnt und so verwundert es nicht, dass wir einige Stunden einfach nur auf einer Wiese neben der Freiheitsstatue saßen und das Panorama von New York auf uns wirken ließen. Nachdem uns die Ruhe dann schließlich doch genug war ging es mit der Fähre weiter nach Ellis Island. Dort betraten wir das Migrationsmuseum der Stadt. Auf Ellis Island landeten damals so viele Menschen, voller Hoffnung auf ein neues, besseres Leben. Und doch war es für die Ankömmlinge zunächst nicht klar, ob ihnen der Zutritt gewährt werden würde. Was muss das für ein Gefühl sein, wochenlang auf See, halb verhungert und alles ist umsonst gewesen? Nicht umsonst wird Ellis Island auch die „Isle of Tears“ genannt.

Die schönste Ecke von New York war für mich China Town und Little Italy. So viele asiatische Restaurants, europäische Cafés und verwinkelte Straßen… Kulinarisch ist diese Stelle ein wirkliches Highlight. Wo sonst hat man so viel Auswahl vom asiatischen Kontinent?

Wer einmal in New York ist sollte sich auch nicht das vielfältige Kulturangebot entgehen lassen. Ein Musical auf dem Broadway ist ein wahres Muss. Zwar sind die Karten nicht gerade ein Schnäppchen, aber wenn die Show erst einmal angefangen hat, weiß man auch, dass das Geld wirklich gut angelegt ist. Meine Freundin und ich entschlossen uns damals für das Musical „Die Schöne und das Biest“. Für einige Stunden hielt uns das Märchen gefangen. Die Stimmen der Darsteller hinterließen mir eine Gänsehaut. Zum Schluss des Stückes liefen uns sogar ein Paar Tränen über das Gesicht, so gut spielten alle.

Um unsere Lachmuskeln zu trainieren, gingen wir in eine Stand up Comedy Show. Dort wurden uns einige wirklich komische Comedians präsentiert. An einen Comedian erinnere ich mich noch sehr gut. Er erklärte uns was passiert, wenn man weiße Frauen oder Latinos betrügt. Die Latinos suchen die Frau auf die versuchte ihren Platz einzunehmen, machen sie fertig, suchen danach den Exfreund auf und tun das Gleiche. Weiße Frauen hingegen verklagen dich einfach nur.

An was ich mich aber noch besonders gern erinnere, ist wie meine Reisebegleiterin den Tag begannen. Da wir ungefähr eine Woche unter einem Jet Lack litten, fiel es uns besonders leicht sehr früh aufzustehen. So begann der Tag für uns schon gegen sieben Uhr. Nachdem wir frisch gewaschen waren, stiegen wir gleich in die Subway,dem einzig wirklich sinnvollen Transportmittel im Big Apple, um Richtung Innenstadt zu fahren. Die meisten Geschäffte waren noch geschlossen. Die Stadt war wenig belebt. Aber viele kleine Straßenwagen, die Kaffee und Bagels verkauften waren immerhin schon in Betrieb. Und so kauften wir uns beim Straßenverkäufer unser Frühstück, hielten noch ein kleines Schwätzchen mit ihm und setzten uns schließlich in einen Park neben der New York Public Libary um der Stadt langsam beim Aufwachen zuzuschauen.

Geschrieben von Reiseberichte am Dienstag 30. Januar 2007