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Frankreich: Das Land der unbegrenzeten Möglichkeiten

Es gibt kaum ein anderes Land in Europa, das so viel Abwechslung bieten kann wie Frankreich. Für jeden Geschmack hält das Hexagon (= Sechseck) wie es die Franzosen gerne nennen, Attraktionen bereit.

Frankreich - Eifelturm in Paris

Für Kulturliebhaber ist das Land der Schlösser ein Paradies. Paris allein ist eine Reise wert. Prachtbauten aus vielen Jahrhunderten stehen hier sozusagen an jeder Ecke angefangen von den alten Königspalästen bis hin zu den Rennommierobjekten der frz. Präsidenten wie z. B. das Centre Pompidou. Doch auch ein Bummel entlang der Seine im ehemaligen Studentenviertel oder durch das Künstlerviertel im Marais sind sehr abwechslungsreich.

Wer kennt nicht die Loire-Schlösser: Allen voran Chambord, das „Jagdschlösschen“ mit seinen über 200 Zimern, oder Amboise, das durch die Hinrichtung von Prostestanten in der Bartolomäusnacht traurige Berühmtheit erlangte und schließlich Chennonceaux, das malerisch in mehreren Bögen den Cher überspannt.

Frankreich - Arc de Triomphe

Höfische Kultur ging schon immer von Frankreich aus, auch im Mittelalter. Im Süden Frankreichs, in der Provence, dem Land der Troubadoure, kann man sich auf die Spurensuche begegben. In Les Beaux finden sich Überreste der mittelalterlichen höfischen Kultur. In diesem von der Sonne beschenkten Landstrich ließen sich die Menschen seit jeher gerne nieder. Der Name Provence geht auf die Römer zurück, deren Hinterlassenschaft man allenthalben antrifft: Arenen in Nîmes und Arles, Amphitheater in Arles und Orange zeugen davon. Im 19. Jahrhundert hat es vor allem das magische Licht den Malern angetan. Wer kennt nicht die Werke Cezannes, Gaugins oder Van Goghs, die typische Straßenszenen oder Lichtstimmungen des „Midi“ wie die Franzosen den Süden nennen, einfangen. Und auch die Päpste haben im 14. Jahrhundert entdeckt, dass es sich in Avignon gut leben läßt. Für einige Zeit war die Stadt an der Rhone der Sitz des Kirchenoberhauptes. Der Papstpalast beherrscht heute noch die Stadtsilouhette, wenn man sich von Westen her über die Rhonebrücke der Stadt nähert.

Frankreich - Mont Blanc in den Alpen

Aber der eigentliche Star Frankreichs ist die Vielfalt der Landschaft: über 3000km Küsten und der höchste Berg Europas, der Mont Blanc und dazwischen alle möglichen Landschaftformen. An der Kanalküste Dünenlandschaften wie sie von der Nordsee bekannt sind, daran schließen sich berühmten Steilküsten der Normandie an. im äußersten Westen des Landes die vom Atlantik wildumtosenten Felsküsten der Bretagne mit bizarren Granitformationen und einsamen Leuchttürmen. Bei La Rochelle die ausgedehnten Muschel- und Austernbänke und im Süden an den Ausläufern der Pyreneen die schier endlosen Sandstrände, mit der höchsten Düne Europas, der Dune de Pyla mit über 100m Höhe. An der Mittelmeerküste warten weitere Attraktionen, die es sonst nirgendwo auf der Welt zu sehen gibt. Im Rhonedelta bietet die Camargue einer einzigartigen Vogelwelt Schutz. Einen Ausflug zu Pferde in dieses Schwemmland wird man sein Leben lang nicht vergessen. Und die Côte d’Azur mit atemberaubenden Naturschönheiten, wie den Calanques, fjordähnliche Buchten, die nur zu Fuß oder mit dem Boot zuerreichen sind. Und dann die im Abendlicht rot leuchtenden Felsen der Corniche d’Esterelle.

Vergessen wir nicht die beschaulichen Flusstäler des Lot, der Saone oder die verzweigten Kanäle, auf denen man als Freizeitkapitän unvergewssliche Ferien verbringen kann.

In den Schluchten von Tarn, Ardèche und Verdon über sich Klettere, Mountainbiker und Kajakfahrer.

Geschrieben von Reiseberichte am Dienstag 20. März 2007