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Frankreich: Das Land der unbegrenzeten Möglichkeiten

Es gibt kaum ein anderes Land in Europa, das so viel Abwechslung bieten kann wie Frankreich. Für jeden Geschmack hält das Hexagon (= Sechseck) wie es die Franzosen gerne nennen, Attraktionen bereit.

Frankreich - Eifelturm in Paris

Für Kulturliebhaber ist das Land der Schlösser ein Paradies. Paris allein ist eine Reise wert. Prachtbauten aus vielen Jahrhunderten stehen hier sozusagen an jeder Ecke angefangen von den alten Königspalästen bis hin zu den Rennommierobjekten der frz. Präsidenten wie z. B. das Centre Pompidou. Doch auch ein Bummel entlang der Seine im ehemaligen Studentenviertel oder durch das Künstlerviertel im Marais sind sehr abwechslungsreich.

Wer kennt nicht die Loire-Schlösser: Allen voran Chambord, das „Jagdschlösschen“ mit seinen über 200 Zimern, oder Amboise, das durch die Hinrichtung von Prostestanten in der Bartolomäusnacht traurige Berühmtheit erlangte und schließlich Chennonceaux, das malerisch in mehreren Bögen den Cher überspannt.

Frankreich - Arc de Triomphe

Höfische Kultur ging schon immer von Frankreich aus, auch im Mittelalter. Im Süden Frankreichs, in der Provence, dem Land der Troubadoure, kann man sich auf die Spurensuche begegben. In Les Beaux finden sich Überreste der mittelalterlichen höfischen Kultur. In diesem von der Sonne beschenkten Landstrich ließen sich die Menschen seit jeher gerne nieder. Der Name Provence geht auf die Römer zurück, deren Hinterlassenschaft man allenthalben antrifft: Arenen in Nîmes und Arles, Amphitheater in Arles und Orange zeugen davon. Im 19. Jahrhundert hat es vor allem das magische Licht den Malern angetan. Wer kennt nicht die Werke Cezannes, Gaugins oder Van Goghs, die typische Straßenszenen oder Lichtstimmungen des „Midi“ wie die Franzosen den Süden nennen, einfangen. Und auch die Päpste haben im 14. Jahrhundert entdeckt, dass es sich in Avignon gut leben läßt. Für einige Zeit war die Stadt an der Rhone der Sitz des Kirchenoberhauptes. Der Papstpalast beherrscht heute noch die Stadtsilouhette, wenn man sich von Westen her über die Rhonebrücke der Stadt nähert.

Frankreich - Mont Blanc in den Alpen

Aber der eigentliche Star Frankreichs ist die Vielfalt der Landschaft: über 3000km Küsten und der höchste Berg Europas, der Mont Blanc und dazwischen alle möglichen Landschaftformen. An der Kanalküste Dünenlandschaften wie sie von der Nordsee bekannt sind, daran schließen sich berühmten Steilküsten der Normandie an. im äußersten Westen des Landes die vom Atlantik wildumtosenten Felsküsten der Bretagne mit bizarren Granitformationen und einsamen Leuchttürmen. Bei La Rochelle die ausgedehnten Muschel- und Austernbänke und im Süden an den Ausläufern der Pyreneen die schier endlosen Sandstrände, mit der höchsten Düne Europas, der Dune de Pyla mit über 100m Höhe. An der Mittelmeerküste warten weitere Attraktionen, die es sonst nirgendwo auf der Welt zu sehen gibt. Im Rhonedelta bietet die Camargue einer einzigartigen Vogelwelt Schutz. Einen Ausflug zu Pferde in dieses Schwemmland wird man sein Leben lang nicht vergessen. Und die Côte d’Azur mit atemberaubenden Naturschönheiten, wie den Calanques, fjordähnliche Buchten, die nur zu Fuß oder mit dem Boot zuerreichen sind. Und dann die im Abendlicht rot leuchtenden Felsen der Corniche d’Esterelle.

Vergessen wir nicht die beschaulichen Flusstäler des Lot, der Saone oder die verzweigten Kanäle, auf denen man als Freizeitkapitän unvergewssliche Ferien verbringen kann.

In den Schluchten von Tarn, Ardèche und Verdon über sich Klettere, Mountainbiker und Kajakfahrer.

Geschrieben von Reiseberichte am Dienstag 20. März 2007 | 5.754 views

Vietnam: Eine Reise nach Vietnam

Vietnam hat 80.000.000 Einwohner wobei ein Bevölkerungswachstum von 2,4 Prozent besteht. Die Fläche beträgt 329.600 Quadratkilometer und somit ist dieses Land 7,5 Prozent kleiner als unser Deutschland. Es gibt dort zwei Klimazonen zum einen das gemässigte Klima welches mit Südeuropa vergleichbar ist und dann das tropische Klima im Süden. Die Währung in Vietnam ist der Dong.

Vietnam - Landschaft von Vietnam

Die Geschichte Vietnams ist sehr interessant. Vietnam hat sich immer wieder aufs neue Eroberern müssen. Dieses Land hat sehr lange unter den fürchterlichsten Kriegen der Welt leiden müssen.

Mittlerweile wird es immer beliebter nach Vietnam zu reisen und es gibt immer mehr Touristen dort. Es werden immer mehr Hotels gebaut und die Strände sind noch immer wie sie waren. Es wurde noch nichts zu deponiert, sondern es wurde alles natürlich belassen. Es gibt dort auch einige Städte die wirklich einen Besuch wert sind. Dies sind unter anderem Saigons Altstadt offiziell wird sie Ho-Chi-Minh-Stadt genannt, Saigons Chinatown, Hafenstadt Hoi An, Hue und Hanois Altstadt. In Saigons Altstadt findet man das herz Vietnams. Es gibt dort prächtige Kolonialbauten. Sie liegen alle nicht weit voneinander entfernt und lassen sich so wunderbar zu Fuß besichtigen.

In Saigons Chinatown trifft man auf Vogelhändler. Man riecht dort die Düfte der chinesischen Apotheken. Man findet dort viele Kirchen und auch Tempel. Die Fassaden und Dächer sind geschmückt mit bunten Keramikfiguren und diese sehen so aus als würden sie jeden Moment lebendig werden.

Die Hafenstadt Hoi An ist sehr wichtig für den Handel und schon früher wurde der Handel von dort aus betrieben. Es zieht heute sehr viele Touristen auf diesen Markt. Aber auch die japanische Brücke wird sehr gerne besichtigt. Die Brücke ist ein rosa getünchtes und überdachtes Bauwerk im einfachen japanischen Stil.

Vietnam - Stadt Ho Chi Minh in Vietnam

Die Stadt Hue ist die alte Kaiserstadt und wird auch gerne von einheimischen und fremden Touristen besucht. Dort wurde vom Kaiser Gia Long 1802 am Fluss sein Imperium errichtet. Dieser Fluss wird Fluss der Düfte oder auch Parfümfluss genannt. Es wurde dort allerdings viel im Krieg zerstört und man erkennt noch an den Resten wie groß das Imperium dort gewesen sein muß. Alleine das Tor ist schon gigantisch groß. Durch einen Ausflug in bunten Drachenboote kann man zur berühmten Thien-Mu-Pagode mit 7-stöckigem Turm und zu den herrlich morbiden Grabanlagen gelangen. Diese sind wirklich einmalig und man sollte sie auf jeden Fall gesehen haben.

Die Hanois Altstadt ist die Hauptstadt und besitzt eine Menge Tempeln und auch Luxushotels. Es gibt dort einige Cafés am Ufer des Sees. Dies verbreitet ein nostalgisch-französisches Flair. Doch auch die Altstadt an sich lässt sich sehr gut zu Fuß erkunden und ist eine Besichtigung wert.

Aber es gibt auch wie bei uns in Vietnam zahlreiche Museen die einen Besuch wert sind für Leute die gerne so etwas mögen und daran ihre Freude haben.

Und dann gibt es natürlich auch noch die vietnamesische Küche die auch nicht zu vergessen ist. Denn nur dort hat man die Chance mal vietnamesisch zu essen. Dort schmeckt es natürlich gleich ganz anders als wenn man in ein Restaurant in Deutschland geht. Es gibt zum Beispiel Nudelgerichte und Frühlingsrollen und allein der Duft verlockt einen zum Essen zu gehen. Dort bekommt man dann die einmaige Gelegenheit diese Köstlichkeiten gleich vor Ort zu probieren und zu geniesen. Aber es gibt da so viele Gerichte, dass man sie gar nicht alle aufzählen kann.

Die Hotels in Vietnam sind meistens riesig und sehen auch toll aus. Wenn man bedenkt wieviel Komfort die Hotels bieten ist man mit etwa ab 80 Euro die Nacht inklusive dem Frühstück noch recht günstig weggekomen. Je nach Saison werden die Preise allerdings noch teuerer. Aber auch trotz der hohen Preise lohnt es sich eine Reise in dieses schöne Land zu machen und all die Attraktionen und Sehenswürdigkeiten zu besichtigen und zu erleben. Das schwerste dürfte sein sich für einen bestimmten Ort zu entscheiden, da alle diese Städte so viel schöne Dinge zu bieten haben und man am liebsten alles sehen möchte und gerne überall hin möchte. Daher wird einem diese Entscheidung nicht gerade leicht fallen.

Vietnam - Speisen und Getränke aus Vietnam

Eine Reise nach Vietnam wird zu einem unvergesslichen Erlebnis werden und jeder möchte gerne nochml da hin, was ja auch die große Touristenanzahl in Vietnam unter beweis stellt. Außerdem muß man sowieso mehrmals da hin reisen wenn man wirklich alles gesehen haben möchte, denn bei einem einmaligen Besuch schafft man es nicht alles zu sehen, dafür ist es einfach viel zu viel. Daher kann man sich ja erst einmal für die eine Klimazone und später für die andere entscheiden und da hat man dann schon genug zu sehen, dass man beim besten Willen nicht alles schafft. Man ist ja im Urlaub und möchte sich dementsprechen d ja auch erholen und nicht von einer Attraktion zur nächsten eilen. Man möchte sich dafür einfach Zeit lassen und alles auf sich einwirken lassen. Zu viel auf einmal ist da dann auch nichts und um zum Beispiel über den Markt zu gehen braucht man schon etwas Zeit.

Geschrieben von Reiseberichte am Montag 5. März 2007 | 4.667 views

Brasilien: Brasilien ist nicht nur der Karneval in Rio

Gerade jetzt zur Karnevalszeit muss ich wieder an meinen Urlaub in Brasilien denken, wo ich auch in Rio de Janeiro den Karneval mitfeiern durfte. Die riesige Parade der Sambaschulen mit den spitzenmäßigen Tänzern und Tänzerinnen war einfach nur grandios. Es war einfach phantastisch und eines weiß ich ganz genau, ich werde garantiert wieder kommen, denn Brasilien ist einfach eine Reise wert. Unsere Ankunft in Brasilien war ziemlich unspektakulär aber für uns sehr spannend, denn der Aeroporto Internacional de São Paulo/Guarulhos in Guarulhos bei São Paulo ist der größte Flughafen Brasiliens.

Brasilien - Sao Paulo

Da wir fast 3 Wochen in diesem phantastischen Land herumreisen wollten, sind wir mit dem Reisebus nach Rio de Janeiro gefahren. Vielleicht fahren wir – wenn wir noch ein wenig Zeit haben – mit den nostalgischen Lokomotiven. Das absolute Muss bei einem Aufenthalt in Rio de Janeiro ist natürlich der Besuch am Zuckerhut, das Wahrzeichen dieser tollen Stadt. Man kann ihn mit einer Seilbahn befahren, sie geht bis zum Gipfel auf 396 m dieses Granitfelsens. Dann steht auf dem Besichtigungsplan die 38 m hohe Christusstatue auf dem Corcovado. Vom 710 m hohen Corcovado hat man einen wahnsinnig tollen Blick auf Stadt und man kann ihn mit einer Zahnradbahn bis zum Gipfel befahren. Interessant ist die Kapelle, die sich im Inneren des 8 m hohen Sockels der Statue befindet.

Um jetzt noch ein wenig Sonne zu tanken, sollte man selbstverständlich noch einen Abstecher zur Copacabana machen, einem der schönsten Strände der Welt. Faszinierend ist auch die Hügelkette, die das Stadtgebiet von Rio de Janeiro in 2 Hälften teilt, einmal in Rio-Süd mit den berühmten Stränden Ipanema und Copacabana und zum anderen in den nördlichen Teils Rios mit dem alten historischen Stadtzentrum, den neuen Stadtteilen und natürlich auch dem Geschäftszentrum. Schade ist nur, dass die Kriminalitätsrate in Rio de Janeiro ziemlich hoch ist und schon viele Touristen überfallen wurden.

Brasilien - Rio de Janeiro in Brasilien

Auf jeden Fall sollte man es nicht versäumen in Rio de Janeiro Essen zu gehen und sich nicht auf das Essen im Hotel alleine verlassen. Durch die große Völkervielfalt gibt es viele kulinarische Köstlichkeiten. Ein ursprüngliches Gericht Rio de Janeiros ist allerdings die nur Mittwoch und Samstag servierte „Feijoada“ – ein Bohnengericht mit Fleisch und Beilagen. Das Nachtleben ist auch nicht zu verachten mit Cafés, Scotch-Bars etc..

Auch findet sich ein alljährliches sehr gutes Kulturprogramm. Für mich war nur schade, dass ich nicht ins Pantanal reisen konnte oder an das Amazonasbecken, aber ehrlich gesagt, dafür fehlte mir einfach der Mut. Für mich war es einfacher in der Stadt zu bleiben, denn da fühle ich mich wesentlich wohler und Rio de Janeiro ist wirklich eine schöne Stadt, die viel zu bieten hat mit vielen Museen und wunderschönen alten Bauwerken sowie ganz entzückenden Parks. Vom Galeão – Antônio Carlos Jobim International Airport ging dann mein Heimflug. Ich habe Brasilien und Rio de Janeiro mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlassen und fand, es waren seit langem meine schönsten Ferien.

Geschrieben von Reiseberichte am Montag 19. Februar 2007 | 3.284 views

Schweden: Urlaub in Schweden

In Schweden ist es so richtig schön. Der Himmel ist blau oder auch mal bewölkt. Ab und zu kann man sogar ein Rentier im freien beobachten. Dazu muss man nur in Rentier beherbergende Wälder fahren. Die gibt es in Schweden reichlich. Vor allem sollte man beim Thema Reise nach Schweden eins erwähnen: Das ist auch ein Land mit dem die Deutschen eine gemeinsame Geschichte verbindet, man denke nur an die Völkerschlacht bei Leipzig. In der Hauptstadt von Schweden die da Stockholm heißt kann man wunderbar flanieren und mal die Nase in den Wind halten. Im Sommer wird es dort auch so richtig warm. Die Sonne brennt nicht so intensiv aber es ist schon so schön sonnig, dass man so richtig schöne gold braune Haut bekommen kann. Allerdings ist so ein Urlaub in Schweden nur mit Vorsicht zu genießen wenn es mal sonnig ist, denn ohne Sonnenkrem mit einem guten UV Schutz Licht Faktor sollte man sich nicht aus dem Haus trauen.

Schweden Landschaft

Man sollte beim Thema Schweden auch erwähnen, dass dieses das Land mit der blau-gelben Flagge ist, die immer dann weht, wenn unsere Kicker mal ein Fußball Spiel gegen Schweden spielen. Ob da gewonnen wird oder verloren ist ja egal, denn in dem Land aus dem auch die allseits bekannte und geliebte Möbelhauskette IKEA kommt kann man so richtig schön seine Zeit verbringen, z.B. in einem Hotel oder in einer Hütte. Man kann auch mal Zelten fahren, jedoch nur in den Sommermonaten, die Winternächte in Schweden sind nämlich kalt und windig und wenn man Pech hat wird man eingeschneit. Der Winter in Schweden ist natürlich auch eine tolle Sache, da kann man Ski Fahren oder einfach mal mit den Schlittschuhen laufen. Einfach so. Auf dem Eis.

Eis kann man sich in Schweden auch kaufen, das ist eine leckere Angelegenheit findet auch meine Tante und die lebt in Schweden.

Schweden im Winter

Darum bin ich eines Tages mit meinem Kollegen bernd nach Schweden gefahren wo wir uns es haben richtig gut gehen lassen. Da konnte man Spiele spielen und einfach mal über den Sinn des Lebens nachdenken. Ist das Leben am Ende wirklich vorbei oder kann man noch mal nach Schweden? Am Ende alles Apokalypse? Das kann noch keiner so gewiss sagen, doch eines ganz bestimmt: Unser Aufenthalt in Schweden war so richtig schön lang, es dauerte glaube ich insgesamt 17 Tage.

An zwei Tagen mussten wir jedoch ohne Strom und ohne Wasser auskommen. Das war so richtig blöd, wir waren nämlich ohne Auto unterwegs und hatten vor so richtig schön Pause zu machen. Doch Pause machen war nicht so entspannt in so einer Situation. Mit dem Mobiltelefon verständigten wir unser Reisebüro und am Ende trugen sie die Kosten für diese beiden Tage komplett, das war schon in Ordnung. Am Ende habe ich auch mich über diesen Schlamassel nur noch so richtig amüsieren können. Das einem das in Schweden passiert hätte ja niemand denken können. In diesem Urlaub stand ich jeden Tag um 8 Uhr auf. Und sonntags um 9. Aber sonst täglich um 8 Uhr. So richtig früh. Das war gut.

Schweden: Winterurlaub in Schweden

Gut war auch das Essen in Schweden denn es gab jede Menge italienische Restaurants und schwedische Bars. Ich trank abends eigentlich immer recht viel Alkohol obwohl der in Schweden ziemlich stark besteuert wird. Das machte mir nichts aus, ich bin ja relativ wohlhabend seit ich einen Bestseller geschrieben habe. Ich betrank mich meistens mit schwedischem Weinbrand oder einem Geränk, das ich von zuhause mitgebracht hatte. Das war so ein günstiger Wiezenkorn, ich glaube der nannte sich Holzknecht. Der hat einem so das richtige Schwedenaroma gegeben. Das brauchte ich zwar gar nicht so dringend, denn ich war ja in Schweden, doch ohne den Korn wäre es auch etwas träge gewesen. In der schwedischen Sonne oder bei strömendem Regen der von oben in den Wolken herab auf diese Erde, auf der wir weilen fiel, ich trank Holzknecht mit Cola. Zwar trinke ich dieses Getränk in Deutschland mit Finale Cola, und zwar aussschließlich mit der guten Cola der Marke Finale, doch in Schweden war Ersatz zu kriegen und auf dem Ferienhaus war das so richtig holzblockhüttenmäßig!

Schweden und Fussball in Schweden

Am Ende des Urlaubs geschah etwas schreckliches. Wir trafen ein paar Schweizer, die auf Randale auswaren. Leider war die schwedische Polizei nicht so schnell zur Stelle, als das sie noch verhindern konnten die diese Schweizer (ich glaube, die studierten Statistik, die waren aber im Allgemeinen nicht so schlau) einfach so ohne besonderen Anlass einen Liter Benzin in den See an dem wir uns daniederließen kippten. Zum Glück sind nicht alle Schweizer so und diese beiden flogen sicherlich auch bald nach dem Zwischenfall zurück in die Schweiz, sind also nicht mehr im schönen Schweden. Es war im Urlaub auch möglich so richtig schpn einmal in die Kneipe zu gehen, dort hatten sie zwar sehr spezielle schwedische Getränke, doch ich als Mann der ständig auf dem Sprung zwischen den Kulturen ist ließ mich davon nicht beirren und trank richtig viel von diesen Getränken in Schweden.

Geschrieben von Reiseberichte am Mittwoch 14. Februar 2007 | 8.045 views

Kanada: Vancouver Island Kanada – Stadt Victoria – Distrikt British Columbia

2003 besuchte ich den Staat Washington in den USA. Dort angekommen, habe ich die Gelegenheit beim Schopfe ergriffen und bin nach Vancouver Island, Kanada, in die Stadt Victoria British Columbia, gefahren.

Kanada Vancouver

Den ersten Teil Richtung Kanada sind wir mit dem Auto gefahren, parkten dieses dann und setzen mit der Fähre über. Von dort aus ging es dann mit dem Bus weiter. Sie haben auch die Möglichkeit Ihr Auto mit auf die Fähre zu nehmen, was jedoch mit Mehrkosten verbunden ist. Es ist sogar möglich, mit einem Segelflugzeug anzureisen!

Victoria wurde 1843 von James Douglas gegründet. Victorianer zeigen ihre Liebe zur Natur mit vielen Blumengärten und Erhaltung des Waldbestands. Es gibt jede Menge Pfade zum Wandern, Fahrrad fahren oder einfach nur zum gemütlichen Spazieren. Victoria, Kanada hat eine sehr interessante Geschichte. Beacon Hill Park zum Beispiel, war mal ein Indianerdorf, welches tausende von Jahren bewohnt wurde, bevor die Siedler um 1840 eintrafen. Man findet heute noch Petroglyphen am Ufer und am Strand, sowie alte und neue Totems, die als stolze Herkunftszeichen dienen. Derzeit hat die Stadt eine Population von ca. 77,538 Menschen.

Victoria, Kanada wurde in einem Magazin als eine der Top 10 Städte der Welt, die man besuchen sollte, gekrönt. Am Horizont kann man die Olympischen Berge des Staates Washington erkennen. Heute kauft man hier Irishes Leinen und Harris Tweed ein und genießt ein romantisches Wochenende. Wem es nach einem Picknick ist, der kann diesem Wunsch das ganze Jahr lang nachkommen.

Nachdem wir in das Hotel eingecheckt hatten, entschlossen wir uns Victoria zu erkunden. Mir fiel sofort auf, wie SAUBER Vancouver Island/Victoria in Kanada war. Ich war angenehm überrascht, da ich das von den USA aus nicht so gewohnt war.

Craigdarroch Castle (Schloss), der Botanische Garten, das Royal British Columbia Muesum und das IMAX Kino sind nur einige Attraktionen in Vancouver Island.

Das Schloss wollte ich mir unbedingt ansehen, es ist ein etwas längerer Fußmarsch, aber machbar. Es wurde im viktorianischen Stil für Familie Dunsmuir gebaut. Robert Dunsmuir starb ein paar Monate vor Vollendung des Schlosses. Heute ist es ein Museum, aber es ist ein tolles „Haus“. Am Eingang zahlt man einen kleinen Obulus und erhält eine kleine Broschüre. Man kann sich frei bewegen aber es sind jede Menge Helfer unterwegs, die man nach der Geschichte des Hauses fragen kann oder falls noch Fragen offen sind, die in der Broschüre nicht beantwortet werden. So wurde uns erzählt, dass Craigdarroch Castle mal als Schule/Universität diente. Man kann in alle Zimmer gucken und an einer Tafel nachlesen, wozu dieses einmal gedient hat.

Eine sehr gute Seite, um Informationen für Vancouver Island, Kanada zu bekommen ist www.vancouverisland.com, allerdings nur in Englischer Sprache. Dort kann man sich über alle Städte auf der Insel informieren, sowie Hotels buchen, Öffnungszeiten nachlesen und vieles weitere.

Kanada Moriane Lake

Der Botanische Garten in Victoria war auch sehr schön. Es gibt freifliegende Schmetterlinge in einem Bereich, dann Flamingos, die in einem kleinen Teich sind, man kann sie auch fotografieren, was ihnen aber nicht so gut gefiel (lächel), in dem sie sich lauthals beschwerten. Papageien und andere Vogelarten sind auch zu betrachten, es war alles sehr angenehm und friedlich.

Das IMAX Theater (Kino) hatte damals einen interessanten Pferdefilm, die Filmauswahl ist sehr groß aber das Kino unterscheidet sich jedoch nicht von unseren Kinos in Deutschland aber wer kann schon sagen, dass er im IMAX in Kanada war?

Was ich auf jeden Fall empfehlen kann:
Trinken Sie einen Cider! Cider aus Kanada war einfach toll. Es gibt ihn mit Pfirsisch, Apfel oder Birnengeschmack. Alle waren sehr lecker. Es gibt verschiedene Firmen, die ihn herstellen, leider weiß ich den Namen nicht mehr, von dem, der mir so gut geschmeckt hat aber er wurde im Restaurant angeboten und war sehr bekannt.

Die Menschen in Viktoria, Kanada sind alle sehr freundlich und zuvorkommend gewesen. War es nun im Hotel, im lokalen Pub, bei den Attraktionen oder in den Souvenirshops.

Es gibt auch noch ein ganz bekanntes Hotel in Viktoria, wo man sich zum „Afternoon Tea“ trifft. Dieser wird auf einem echten Silber Service serviert, mit leckeren Pasteten, Gebäck und kleinen Sandwiches. Das Fairmont Empress Hotel hat 477 Zimmer und wurde im Edwardischen Stil gebaut und 1908 eröffnet. Es zählt zu eines der meist fotografierten Attraktionen in Victoria, Kanada und ist mit viel antikem Möbiliar ausgestattet.

Sollten Sie sich für Antiquitäten interessieren, gibt es die „Antique Row“, in der es ein Antikgeschäft nach dem anderen gibt. Dort gibt es auch schöne Funde für den kleineren Geldbeutel.

Kanada Spirit Island

Es gibt noch viele weitere Attraktionen, unter anderem können Sie nach Walen Ausschau halten, eine Angeltour, kayaken oder einfach eine Bootstour unternehmen. Victoria B. C. (British Columbia) dienst als ultimatives Ziel für Walbesichtigungen. Am besten informieren Sie sich hierfür auf der oben genannten Website für Kanada und in ihrem Hotel, weil man Ihnen dort die Saison nennen kann, in dem die Chancen am besten stehen, einen Wal zu Gesicht zu bekommen. Vom Inner Harbour aus geht es dann los.

Auf jeden Fall gilt: Vergessen sie Ihre Kamera nicht um unvergessliche Erlebnisse aufnehmen zu können. Ich wünsche Ihnen eine angenehme Reise, Sie werden es nicht bereuen!

Geschrieben von Reiseberichte am Dienstag 6. Februar 2007 | 27.556 views

Vereinigten Arabischen Emirate, sind sie eine Reise wert?

Die Vereinigten Arabischen Emirate (kurz VAE) wurden vor knapp 35 Jahren gegründet, zuvor waren sie unter Britischer Hoheit. Der Staatenbund entstand aus sieben einzelnen Scheichtümern von unterschiedlicher Größe, die sich 1971 zusammen schlossen. Mittlerweile gibt es zwischen ihnen keine Grenzen und keine Differenzen mehr, sie unterstützen sich gegenseitig. Die drei großen Emirate sind Dubai, Sharja und Abu Dhabi. Die vier ärmeren Emirate heißen Ras al-Khaima, Ajman, Um al-Kaiwan und Fujaira.

Deshalb sind die Hauptsprachen in den VAE Arabisch und Englisch, außerdem werden auch viele andere Sprachen an einzelnen Orten gesprochen, was sicherlich auch an der hohen Ausländerzahl liegt.

Die Hauptstadt ist Abu Dhabi und wahrscheinlich eher weniger bekannt, denn sie ist nur die zweitgrößte Stadt in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Dubai dürfte weiter verbreitet sein und den meisten Menschen etwas sagen. Geographisch kann man die Vereinigten Arabischen Emirate zwischen Arabien und Saudi-Arabien einordnen. Ein deutscher Staatsbürger kann sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen, wie ein Leben dort abläuft, denn die Kultur, die Lebenseinstellung und die Lebensverhältnisse lassen sich so gar nicht, mit dem typisch Deutschen Leben vergleichen.

Die Staatsform nennt sich Föderation autonomer Emirate oder oft wird das System auch als `patriarchalisches Präsidialsystem mit traditionellen Konsultationsmechanismen’ bezeichnet, was beides eigentlich so viel bedeutet wie Bundesstaat, wobei es keine Demokratie gibt, sondern einen Monarchen. Staatsoberhaupt ist also der Scheich, der über das Reich herrscht. Der aktuelle Scheich regiert seit dem 03.11.2004 und trägt den schönen Namen Chalifa bin Zayid Al Nahyan. Als hauptsächliche Religion gilt der Islam, allerdings werden auch andere Religionen akzeptiert, schließlich leben dort sehr viele Ausländer.

Die Vereinigten Arabische Emirate weisen einen hohen Zuwachs der Bevölkerung auf, am Anfang lebten dort etwa 180.000 Menschen, mittlerweile schätzen Experten eine Anzahl von über 5 Millionen Menschen, ein Trend, der wohl weiter ansteigen wird. Die große Wachstumsquote liegt wohl an der großen Anzahl von Arbeitsimmigranten, vor allem aus Indien, sie haben den Vorteil, dass sie schnell eine Aufenthalts- sowie Arbeitsgenehmigung in den Vereinigten Arabischen Emiraten erlangen können. Doch besteht auch das Risiko einer Diskriminierung der Immigranten, so liest man sehr oft, dass ihre Löhne spärlich sind und nicht selten erst einige Monate später oder gar nicht ausgezahlt werden.

Das Jahr 2006 wird sicherlich ein spannendes Jahr für die Vereinigten Arabischen Emirate gewesen sein, denn die Fluggesellschaften dort, waren ein offizieller Sponsor bei der Fussball-WM, es wurde also keine europäische, amerikanische oder asiatische Airline gewählt, wie man es vielleicht hätte vermuten können. Warum man sich gerade für diesen Sponsor entschied, liegt wahrscheinlich auch daran, dass die Vereinigten Arabischen Emirate als eines der reichsten Länder der Welt gelten, was allerdings nicht unbedingt auf die Bevölkerung zutrifft.

Das Klima in den Vereinigten Arabischen Emirate ist sehr heiß, so dass man schon von einem Wüstenklima oder Tropenklima spricht, oftmals regnet es nur an 3-4 Tagen im Jahr, das hat zur Folge, dass kaum Pflanzen wachsen können und teilweise systematisch bewässert werden muss, um landwirtschaftlich einen Nutzen zu haben.

Wer die Vereinigten Arabischen Emirate besuchen möchte, der sollte auf jeden Fall vorbereitet sein, denn die Gefahr terroristischer Anschläge, besonders im Nahen und Mittleren Osten besteht weiterhin. Gerade wegen der verbreiteten islamischen Religion in den VAE sollte man vorsichtig sein und mit weiteren Anschlägen rechnen. Sogar das Auswärtige Amt warnt vor einer Reise in den VAE und gibt den Hinweis, dass man in der Öffentlichkeit lieber nicht von seiner eigenen Religion spricht, sondern sich besser anpasst.

Positiv ist jedoch, dass die Kriminalitätsrate in den Vereinigten Arabischen Emiraten äußerst niedrig ist und auch Frauen sind in diesem Land nicht benachteiligt, wie es manche vielleicht befürchten könnten, jedoch sollten vor allem Frauen auf eine sehr schlichte Kleidung achten.

Wer einen unbeschwerten schönen Urlaub erleben möchte, der sollte sich auch genau überlegen, ob er nicht besser ein anderes Reiseziel wählen sollte.

Die Bestimmungen aufgrund der islamischen Tradition sind sehr streng und gelten auch für Touristen und Nichtmuslime. Im Fastenmonat Ramadan kann es deshalb schon einmal vorkommen, dass die Restaurants tagsüber auf einmal geschlossen sind, Trinken, Rauchen oder Essen in der Öffentlichkeit im Zeitraum zwischen dem Sonnenaufgang und dem Sonnenuntergang ist ebenfalls untersagt und selbst das Kauen von Kaugummi kann zur Bestrafung führen. Das Tragen von kurzer Freizeitkleidung sollte auch vermieden werden, langärmelige, bedeckende Kleidung ist angesagt, was bei der andauernden Hitze sicherlich kein Zuckerschlecken ist.

Wer sich dennoch für eine Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate entscheidet, der bekommt ein kostenloses Besuchervisa, das für 60 Tage gültig ist. Es reicht jedoch nicht das Vorzeigen eines normalen Personalausweises aus, die einreisende Person braucht notwendigerweise einen Reisepass, der frühestens 6 Monate nach der Reise erst abläuft. Aufgrund des Tropen- & Wüstenklimas werden mehrere Schutzimpfungen vor der Einreise empfohlen, vor allem gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A. Die medizinische Versorgung in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist jedoch fortschrittlich, es gibt dort einige internationale Ärzte mit viel Erfahrung und den notwendigen Geräten, aber natürlich kann man das immer noch nicht mit Deutschland vergleichen. Wer gerne eine solche Reise unternehmen möchte, sollte sich auf jeden Fall vorher von einem erfahrenen und kompetenten Arzt untersuchen und beraten lassen.

Ein weiterer wichtiger gesundheitlicher Tipp ist das Achten auf ein hygienisches Essen und Trinken um Infektionserkrankungen vorzubeugen, außerdem sollte eine Notfallapotheke, mit den wichtigsten Arzneien im Reisegepäck vorhanden sein.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten gibt es neben arabischen Speisen auch indisches, persisches, chinesisches, mexikanisches und teilweise sogar amerikanisches Essen. Die ideale Lage direkt der Küstengebiete bietet diverse Arten von Meeresfrüchten an, wie Fische, Langusten und Hummerkrabben, die ein sehr kulinarisches Angebot ermöglichen. Da wird wohl für jeden etwas dabei sein.

Wer gerne zu einem leckeren Dinner ein Glas Wein oder Bier oder ähnliches trinkt, muss leider enttäuscht werden, denn Alkohol wird im Koran strengstens verboten und deshalb müssen sich auch Besucher an diese Regel halten. Stattdessen wird Kaffee, Tee, Saft oder Wasser dazu serviert.

An sich sind die Vereinigten Arabischen Emirate sicherlich ein sehr interessantes und schönes Land, das auf jeden Fall eine Reise wert wäre. Ob jemand all die Risiken und Einschränkungen eingehen möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden. Am besten man lässt sich vorab intensiv von einem Reisebüro beraten oder man recherchiert selbst ausgiebig im Internet.

Geschrieben von Reiseberichte am Dienstag 30. Januar 2007 | 7.642 views

Ägypten: Lagunen und Luxor

Ägypten, schon die Vorbreitung auf die Reise in das Land der Pharaonen ließ erahnen welch einen geschichtsträchtigen Boden wir betreten werden.

Die Magie Ägyptens beflügelt jeden und oftmals ist zunächst ein gewisser Tut- Ench- Amun daran schuld. Der junge Gottkönig, Pharao, dessen Grabmal der englische Archäologe 1928 im Tal der Könige entdeckt hat. Von Luxor aus ist es nur ein Katzensprung in das atemberaubende Tal, dem Reich des Todes. Einmal über den Nil, aber bis dahin war es noch eine Weile hin. Flughafen Hamburg. Das erste Tagesziel war schnell geschafft Der vollbesetzte Airbus flog uns zunächst nach Hurghada und diese Stadt am Roten Meer hat erst einmal nichts von den Bildern die uns von Ägypten geläufig sind. Vom Flughafen fuhren wir mit einem Taxi zu unserem Geisum Village Hotel. Eine Woche wurde es unser Ausgangspunkt für den Besuch von Basaren und Tagesexkursionen zu den schönsten Tauchplätzen im Roten Meer. Sie aufzuzählen hieße Eulen nach Athen tragen, doch eines haben sie alle gemeinsam und zwar eine Korallenwelt die selbst die gewaltigen Pyramiden Kairos vergessen lässt, der Hauptstadt Ägyptens. Die Ausflüge gestalteten wir individuell, indem wir uns einen örtlichen Führer buchten. Dieser Mann brachte uns nicht nur einige Gebräuche und Sitten Ägyptens bei, sondern auch einen Humor der in der arabischen Welt seines Gleichen sucht.

Die täglichen Tauchgänge zeigten uns dann eine Vielfalt an Riffen und Fischen wie sie es sie nur an wenigen Orten unserer Erde gibt, wobei wir die Probleme dieser überlasteten Natur ebenso zu sehen bekamen. Das Bemühen der Ägypter die Qualität des Meeres zu erhalten sind jedoch erwähnenswert und zwangsläufig notwendig. Wir genießen die Ausflüge und finden an den ausgedehnten Stränden Erholung die längst überfällig war. Die Hitze machte uns allerdings zu schaffen. Anfang Mai war zu spät für eine Reise nach Ägypten, dennoch, Ägypten wäre nicht Ägypten wenn es selbst die körperlichen Strapazen in Luft auflöst und dafür sorgte die Stadt Luxor.

Der kurze Flug von Hurghada nach Luxor, über weite Wüstengebiete, ließ uns nochmals an Turtle Bay erinnern, der faszinierenden Lagune und seinen Artenreichtum. Doch der Anflug auf Luxor beendete die Gedanken an den größten Oktopus unserer Tauchgänge, den verspielten Delfinen und den Haien, denn der Luxortempel trat aus einigen hundert Metern Höhe in unseren Blickbereich. Die kolossalen Säulen nahmen uns gefangen und auf dem abendlichen Spaziergang, vom in der nähe gelegenen Hotels Etab, wurde es nun Gewissheit. Wir waren in Ägypten, unserem Ägypten, dem Ägypten seiner Historischen Tempel und Gräber, seiner unverwechselbaren Götterwelt. Amun, der Sonnengott, verwöhnte uns schon seit einer Woche und Osiris, der Totengott? Ihm sollten wir im Tal der Könige begegnen, am darauf folgenden Tag. Wir ließen uns mit einer Fähre über den Nil bringen. Voll beladen und mit einem ohrenbetäubenden Lärm tuckerte der Kahn an die andere Nilseite. Schreiende, badende Kinder, waschende Frauen, Garküchen, feilschende Händler, aufgebrachte Verwandte die sich gegenseitig begrüßten, beschimpften, lachten, machten uns ziemlich Wirr und wir wussten zunächst nicht wie es Weitergehen sollte. Der Gestank zwischen alldem Mengegelage erweckte die Sehnsucht nach unserem Fischerboot, welches uns bei Sonnenschein und salzhaltiger Brise zu unseren Tauchplätzen brachte.

Jedoch, just in dem Augenblick als das Chaos am Nilufer am größten wurde, packte mich ein junger Ägypter und führte uns schwatzend zu seinem Taxi. Nun, Taxi wäre zu viel gesagt. Es erinnerte eher an einem frisch aufgemotzten Schrotthaufen der innen überhäuft von kitschigem Figürchen und Fähnchen und allerfeinstem Plüsch für unsere Hintern. Doch es siegte das lächelnde Gesicht von Hassan dem Taxifahrer und seiner Einladung uns zu den attraktivsten Gräbern zu führen. Er überraschte uns zudem mit seinem Führertalent und seinem Wissen zu den Gottkönigen, sowie den hervorragenden Englischkenntnissen.

Er offenbarte uns das Tal der Täler wie es nur jemand aus Ägypten tun kann und es lohnte wieder einmal einen unkonventionellen Weg einzuschlagen. Ägypten auf eigene Faust. Ägypten und seine Erfahrung mit Reisenden ist nämlich fast so alt wie Ägypten selbst und das Vertrauen das wir in unsere örtlichen Hobbyführer gesteckt haben wurde reichhaltig belohnt. Die zweite Woche in Luxor wurde der Höhepunkt unserer Reise und der Tempel von Karnak erschöpfte uns ebenso wenig wie der Hatschepsut Tempel.

Der Nil mit seinen vielen Schiffen, Booten und Feluken begeisterte und die kulinarischen Köstlichkeiten Ägyptens ergänzten unsere Sinnesreize auf prächtige Weise.

Die fünftausend Jahre alte Geschichte Ägyptens, aus vielfältigen Büchern heraus gefiltert, war jedoch wahrhaftig von Nöten, will man nicht völlig Unwissend vor den Denkmälern der Geschichte stehen. Uns war natürlich durchaus bewusst, dass wir auf unserer zweiwöchigen Urlaubsreise nach Ägypten keine Ägyptologen werden und schon gar keine Archäologen wie der berühmte Howard Carter. Doch es beschlich einem dort immer das Gefühl, dass man ein Grab entdecken könnte, dass man mehr ist als nur ein gewöhnlicher Tourist. Vielleicht liegt es ja an der schlitzohrigen Freundlichkeit seiner Einheimischen und den Gerüchen, der Landschaft, wo Leben und Tod so nah beieinander wohnen. Die Palmen, die grünen Teppiche die so dicht an der Wüste grenzen sind eindrucksvoll und verändern den Reisenden auf geheimnisvolle Weise. Uns war am letzten Tag der Reise klar, dass wie wieder zurückkommen nach Ägypten, denn es hat uns das unheilbare Ägyptenfieber gepackt.

Geschrieben von Reiseberichte am Dienstag 30. Januar 2007 | 5.477 views

New York – die Stadt der tausend Eindrücke

Vor einigen Monaten verschlug es mich mit meiner Mitbewohnerin nach New York. Bis heute konnte ich die unzähligen Eindrücke die mir diese Stadt geboten hat kaum verarbeiten. Nie zuvor habe ich einen Ort erlebt, der so voller Gegensätze ist und solch eine Faszination ausüben kann. Besonders die Bevölkerung ist mir im Gedächtnis geblieben. Bereits am ersten Tag hatte ich mich mit meiner Freundin auf dem Weg zum Hostel verirrt. Leider stellten wir das erst in der Subway fest. Doch obwohl wir uns in einer Millionenstadt befanden, wo Anonymität auf der Tagesordnung stehen sollte, sprach man uns so gleich an und wollte uns mit dem richtigen Weg helfen. Jedoch sind die New Yorker nicht nur durchaus hilfsbereit, sondern auch sehr sehr hektisch. Nirgendwo sah ich Menschen, die einfach nur ruhig spazieren gingen. Niemand schien Zeit zu haben um einfach stehen zu bleiben und die Stadt einmal auf sich wirken zu lassen.

Obwohl New York eine der größten Städte der Welt ist, wunderte ich mich gerade anfangs,dass so viele Dinge doch eigentlich erlaufbar sind. Doch wie sich herausstellte galt das nur für den Stadtteil Manhattan. In Manhattan beschloss ich mit meiner Mitbewohnerin, uns die Stadt doch einmal von oben zu betrachten. So gingen wir nun zum Empire State Building, dem mittlerweile wieder höchsten Gebäude von New York City. Nachdem wir ungefähr zwei Stunden lang anstehen mussten, konnten wir endlich das Plateau des Empire State Buildings betreten. Uns bot sich einfach eine atemberaubende Aussicht. Noch nie im Leben habe ich derart viele Lichter gesehen. Ich schaute einfach in die Nachtlichter und versuchte das Ende der Lichter zu erspähen. Doch ich sah kein Ende. Auch auf der anderen Seite, Lichter und noch mehr Lichter. Erst jetzt konnte ich langsam erahnen wie riesig diese Stadt wirklich sein musste. Selbst wenn man Jahre dort verbringt, könnte man unmöglich jeden Winkel der Stadt kennenlernen können.

Auch einen Besuch auf der Liberty und Ellis Island ließen wir uns nicht nehmen. Nachdem wir im Financial District in ein mittelgroßes Boot gestiegen sind, konnten wir von Wasser aus nocheinmal unzälige Hochhäuser begutachten. Nach zehnminütiger Fahrt rief uns dann auch schon Miss Liberty zu sich, die sich auf einer sehr kleinen aber wirklich ruhigen, idylischen Insel, gerade weit genug vom turbulenten Big Apple. Die Stille hier war für uns mittlerweile äußerst ungewohnt und so verwundert es nicht, dass wir einige Stunden einfach nur auf einer Wiese neben der Freiheitsstatue saßen und das Panorama von New York auf uns wirken ließen. Nachdem uns die Ruhe dann schließlich doch genug war ging es mit der Fähre weiter nach Ellis Island. Dort betraten wir das Migrationsmuseum der Stadt. Auf Ellis Island landeten damals so viele Menschen, voller Hoffnung auf ein neues, besseres Leben. Und doch war es für die Ankömmlinge zunächst nicht klar, ob ihnen der Zutritt gewährt werden würde. Was muss das für ein Gefühl sein, wochenlang auf See, halb verhungert und alles ist umsonst gewesen? Nicht umsonst wird Ellis Island auch die „Isle of Tears“ genannt.

Die schönste Ecke von New York war für mich China Town und Little Italy. So viele asiatische Restaurants, europäische Cafés und verwinkelte Straßen… Kulinarisch ist diese Stelle ein wirkliches Highlight. Wo sonst hat man so viel Auswahl vom asiatischen Kontinent?

Wer einmal in New York ist sollte sich auch nicht das vielfältige Kulturangebot entgehen lassen. Ein Musical auf dem Broadway ist ein wahres Muss. Zwar sind die Karten nicht gerade ein Schnäppchen, aber wenn die Show erst einmal angefangen hat, weiß man auch, dass das Geld wirklich gut angelegt ist. Meine Freundin und ich entschlossen uns damals für das Musical „Die Schöne und das Biest“. Für einige Stunden hielt uns das Märchen gefangen. Die Stimmen der Darsteller hinterließen mir eine Gänsehaut. Zum Schluss des Stückes liefen uns sogar ein Paar Tränen über das Gesicht, so gut spielten alle.

Um unsere Lachmuskeln zu trainieren, gingen wir in eine Stand up Comedy Show. Dort wurden uns einige wirklich komische Comedians präsentiert. An einen Comedian erinnere ich mich noch sehr gut. Er erklärte uns was passiert, wenn man weiße Frauen oder Latinos betrügt. Die Latinos suchen die Frau auf die versuchte ihren Platz einzunehmen, machen sie fertig, suchen danach den Exfreund auf und tun das Gleiche. Weiße Frauen hingegen verklagen dich einfach nur.

An was ich mich aber noch besonders gern erinnere, ist wie meine Reisebegleiterin den Tag begannen. Da wir ungefähr eine Woche unter einem Jet Lack litten, fiel es uns besonders leicht sehr früh aufzustehen. So begann der Tag für uns schon gegen sieben Uhr. Nachdem wir frisch gewaschen waren, stiegen wir gleich in die Subway,dem einzig wirklich sinnvollen Transportmittel im Big Apple, um Richtung Innenstadt zu fahren. Die meisten Geschäffte waren noch geschlossen. Die Stadt war wenig belebt. Aber viele kleine Straßenwagen, die Kaffee und Bagels verkauften waren immerhin schon in Betrieb. Und so kauften wir uns beim Straßenverkäufer unser Frühstück, hielten noch ein kleines Schwätzchen mit ihm und setzten uns schließlich in einen Park neben der New York Public Libary um der Stadt langsam beim Aufwachen zuzuschauen.

Geschrieben von Reiseberichte am Dienstag 30. Januar 2007 | 4.373 views

Russland: Die Reise nach Moskau

Moskau, die Hauptstadt der Russischen Föderation, ist eine schöne und interessante Stadt. Wie viele russische Städte hat Moskau eine lange und ruhmreiche Geschichte. Moskau exestiert seit 1147, in dieser Zeit wurde es zum ersten Mal in den historischen Chroniken erwähnt. Auf dem Territorium des heutigen Kremls entstand damals eine kleine Siedlung für Handwerker und Kaufleute, die sich später zu einer grossen Stadt entwickelte. Die Lage am Moskwa-Fluss war besonders günstig, weil hier die Kreuzung der wichtigsten Handelswege war. Im 15. Jahrhundert wurde Moskau zur Hauptstadt des Russischen Staates. Moskau ist ein Zeuge von vielen hervorragenden Erreignissen in der Geschichte Russlands. Überlegen Sie mal, hier ging der russische Zar Iwan der Böse spazieren, hier marschierte 1812 der Napoleon mit seinen Truppen, hier hat Wladimir Lenin seine revolutionären Werke geschrieben, hier hat der Stalin viele unschuldige Leute im Gefängnis Lubjanka umgebracht. Die ganze Zeit spielte Moskau eine besondere Rolle in der russischen Geschichte, nur 1712 verlor es für die kurze Zeit seine führende Rolle. 1703 gründete der russische Zar Peter 1. am Newa Ufer eine prachtvolle Stadt Sankt-Petersburg , die bis Anfang des 20. Jahrhunderts die russische Hauptstadt war. Erst 1918, nachdem die sowjetische Regierung wieder nach Moskau umgezogen war, wurde Moskau zur Hauptstadt, was Sie auch jetzt bleibt.

Im Herbst 1997 hat Moskau sein 850 Jubiläum gefeiert. Es wurden zahlreiche ausländische Gäste vom Bürgermeister Moskaus Juri Luschkow eingeladen, die sich an Feierlichkeiten teilgenommen haben. Das moderne Moskau gehört zu den wichtigsten und bedeutendsten Städten nicht nur in Russland, sondern auch im ganzen Europa.Heutzutage ist das ein grosses Industrie, Kultur und Wissenschaftszentrum. Hier finden Sie zahlreiche Museen, wunderschöne historische Denkmäler, Parks, Strassen und Schlösser. Die Stadt erstreckt sich auf der Fläche von 1000 Quadratmeter, ihre Bevölkerung zählt etwa 12 Mio Einwohner. Moskau ist eine gastfreundliche Stadt, viele Touristen von der ganzen Welt kommen nach Moskau, um den Kreml, den Roten Platz, die Basilius-Kathdrale oder das Lenin-Mausoleum zu besuchen. Die Stadt hat viele Hochschulen und Universitäten, besonders populär ist die Moskauer Staatliche Lomonossow-Universität, wo die künftigen Wissenschaftler und Nobelpreisträger ausgebildet werden. Die Stadt ist schön in jeder Jahreszeit, Tausende von Touristen besuchen jährlich diese russische pulsierende Metropole und geniessen das Treffen mit der russischen Geschichte. Wenn Sie sich für Kultur, Kunst, Literatur und Geschichte interessieren, müssen Sie sich auf jeden Fall auf den Weg setzen. Bevor Sie nach Russland fliegen, brauchen Sie auf jeden Fall eine kurze Vorbereitung.

Visum: Sie müssen sich um ein Visum kümmern. Die Bürger der Europäischen Union benötigen für Russland ein Einreisevisum. Das kriegen Sie entweder persönlich in der russischen Botschaft, im Generalkonsulat, oder Sie beantragen Ihr Reisebüro, die nötigen Einreispapiere für Sie vorzubereiten.

Flüge: Von Deutschland aus fliegen zahlreiche Fluggesellschaften direkt nach Moskau, sehr interessant dabei sind die Flüge von der Low-Cost Gesellschaft Germanwings, die supergünstige Tarife für Moskau anbietet. Es werden jeden Monat Auktionen durchgeführt, und wenn Sie Glück haben, können Sie für 50 Euro hin-und zurück fliegen. Der Flug dauert zirka 3 Stunden, es fliegen moderne und gut ausgerüstete Maschinen Airbus 319 und 320 hin. Die Bedienung am Bord ist immer sehr nett und freundlich, die Speisen und Getränke sind nicht im Preis inklusiv, können aber zu relativ guten Preisen gekauft werden. Die Plätze im Flugzeug werden nicht nummerirt, Sie wählen Ihren Platz freiwillig aus. Nach zirka 3 Stunden sind Sie herzlich willkommen in der russischen Hauptstadt!

Die Unterkunft: Im Moment gibt es in Moskau eine Riesenauswahl von verschiedenen Hotels, von ganz preiswerten Zimmern des Systems B&B bis zu prachtvollen Suits in 6 Sternen-Hotels. Es ist empfehlenswert, ein gewünschtes Zimmer im Internet oder per Telefon im voraus zu buchen, da können Sie sicher sein, dass Sie nicht unter freiem Himmel übernachten. Sie kriegen eine Bestätigung des Hotels mit Angabe von Zimmerart und Aufenthaltsdauer.

Verkehrsmittel: Da in der Stadt viel zu viel Autos sind, und die Strassen total überlastet sind, fahren Sie am liebsten mit der U-Bahn. Für Eintritt in die U-Bahn müssen Sie entweder ein Chip kaufen oder eine Fahrkarte für mehrere Fahrten. Die Besichtigung der Moskauer U-Bahn ist schon an sich eine interessante und sehenswerte Reise. Sie vermeiden einerseits unnötige Staus, sparen Zeit und können richtige architektonische Werke geniessen. Viele Stationen sind schön und eizigartig, sie sind mit Reliefen, Mosaiken und Plastiken geschmückt. Die Bauarbeiten der Moskauer U-Bahn fangen 1931 an. Es haben viele bekannte Maler, Architekten und Ingenieuren an den Projekten der U-Bahn Stationen gearbeitet. Viele Stationen sind richtige Bauwerke, die auf jeden Fall angesehen werden sollen. Sie steigen in den Zug ein, und die Reise fängt an! Der Diktor nennt jede Station laut und deutlich, die Beschriftungen sind in kyrillischen und lateinischen Buchstaben. Sie müssen auf jeden Fall vor der Fahrt einen U-Bahn Plan kaufen, dann finden Sie ganz schnell Ihre gewünschte Station und können den ganzen Weg verfolgen.

Wie lange bleibt man am besten in Moskau: Sie brauchen fuer Moskau schon ein bisshen Zeit, deswegen am besten kommen Sie nach Moskau für die ganze Woche. Da können Sie in Ruhe alle bedeutenden Sehenswürdigkeiten ansehen und geniessen. Wie z.B. der Kreml mit seinen zahlreichen Kathedralen, dem grossen Kreml Palast und der Rüstkammer. Im Kreml hat der russische President Wladimir Putin seinen Arbeitsplatz, hier empfängt er zahlreiche ausländischen Gäste. Ganz in der Nähe ist der Rote Platz, und wenn Sie den Platz entlang gehen, sehen Sie die wunderschöne Basilius-Kathedrale, die 2 hervorragende Baumeister Barma und Postnik gebaut haben. Die Kathedrale war so schön, dass die Architekten vom russischen Zaren Iwan dem Bösen geblindet waren, damit sie keine andere solche Kathedrale schaffen können.

Im Mausoleum steht bis jetzt ein Sarg, wo die balsamierte Leiche von W. Lenin liegt. Und im Moskauer Kreml-Mauer sind die Grabstaätten von bedeutendsten russischen Leuten, z.B. vom weltbekannten russischen Raketenbauer Sergei Korolew. Gehen Sie weiter bis zum Moskwa-Ufer und geniessen Sie den Blick! In der Sommerzeit kann man auch durch Moskwa mit dem Schiff fahren. Besuchen Sie unbedingt Arbat, eine Fussgängerzone, wo sich Musiker, Maler, Schauspieler und Künstler sammeln. Sie malen Ihr Portraits oder singen für Sie Paar schöne Lieder. Und abends muss unbedingt ein Oper-oder Ballettbesuch im Bolschoitheater stehen. In Moskau kann man jeden Tag was Neues und Interessantes entdecken. Hier findet jeder was für seine Seele und Geschmack.

Geschrieben von Reiseberichte am Dienstag 30. Januar 2007 | 9.419 views

Dänemark: Hier sein oder nicht hier sein? Dänemark!

Königin Margarete, Kopenhagen, Küste, Klima, Kultur und noch mehr K fielen mir bei der Vorbereitung auf meine Dänemarkreise ein.

Dänemark gilt zwar allgemein hin als klein, doch seine Größe ist nicht von schlechten Eltern, in jeder Hinsicht, doch Grönland stand diesen Sommer nicht auf dem Programm. Ich habe mir ein Haus gemietet, mit der so typischen skandinavischen Farbe, rot. Es steht, laut Katalog, mitten in einer herrlichen Dünenlandschaft, mit freiem Blick zu einem Leuchtturm und das wichtigste, mein Hund durfte mit. Beim blättern der Katalogseiten fand ich viele Häuser die Hunde erlaubten, doch für eine einzelne Person waren viele einfach zu groß, schließlich und endlich fand ich unsere niedliche Hütte, in Blavand nur hundert Meter von der atemberaubend breiten Nordseeküste entfernt. Blavand liegt ca. 30 Km von Esbjerg entfernt. Esbjerg ist eine größere Stadt mit Hafen, Museen, Aquarium und vielen Einkaufsstraßen, wie ich sie später ausgiebig genoss. Die An- und Abreise ist Donnertag, so starteten mein Hund und ich pünktlich um 10 Uhr vormittags, aus dem südlichen Schleswig Holstein.

Dänemark Hafen

Bis zur Grenze nach Dänemark, an Rendsburg und Flensburg vorbei, brauchten wir 2 ½ Stunden dann nochmals gute 2 Stunden. Eine kurze Pause zum vertreten der Beine und für den Hund genehmigten wir uns zweimal. Um halb Drei standen wir vor der Zentrale der Häuservergabe und bekamen unseren Schlüssel. Die wechselnde Landschaft wurde flach und flacher und auch der Himmel zeigte sich von seiner schönsten Seite. „Dänemark, wie kommen!“, sagte ich vergnügt und den Hund streicheln. Dieser hatte sich bereits erhoben und schaute aus dem Seitenfenster auf die vielen kleinen und großen Läden Blavand´s. Kirche und Restaurants in Überzahl. Also verhungern konnten wir nicht. Wir fuhren einige hundert Meter aus dem Zentrum hinaus und bogen die sandige Straße ein, wo unsere Hütte zu finden sein sollte. Zwischen den Ferienhäusern standen Bäume, Hecken und Büsche, so das man kaum auf ein Nachbargrundstück gucken konnte. Plötzlich fiel mir die Hütte ins Blickfeld. Ich schlug das Lenkrad rechts einund schon Sekunden später parkten wir vor unserem Feriendomizil in Dänemark. Das Haus war noch schöner als im Prospekt und der Blick zum Leuchtturm von Blavand war klasse. Ausladen und einräumen und ruckzuck eilten wir hinunter zum Strand. Düne rauf und Düne runter über einen aus getrampelten Wiesenpfad und stapfend durch den aufgeheizten Strandsand, genossen wir das Meerwasser dass sogleich unsere Füße umspielte. Der Hund kläffte was das Zeug hielt und ich atmete Dänemarks Nordseeluft ein. Die Sonne tat ihr übriges, sie verbrannte meine Nase und meinen Nacken.

Dänemark Leuchtturm Blavand

Die Küste Blavand´s zieht sich kilometerweit hin. Wir sollten sie in den nächsten Tagen ausgiebig bewandern und zwischendurch immer wieder Mal baden gehen oder Bernstein suchen. Natürlich fuhren wir auch viel Rad, welches uns auf dem Dachgepäckträger begleitete, so konnten wir auch das Hinterland erkunden und feststellen wie schön die Gegend ist und die reetbedeckten Häuser mit ihren Vorgärten entzückten einen jedes Mal ein wenig mehr. Hilfsbereite Dänen gab es überall, ob im Einkaufzentrum, in der irischen Kneipe oder bei dem Aufsuchen eines Hundedoktors. Zwei Wochen Dänemark fand ich beinahe zu kurz obwohl zwischenzeitlich das Wetter umschlug. Doch ein Spaziergang bei Wind und Regen mit anschließendem Schnaps und einem Aufstieg auf dem Leuchtturm, ist auch nicht zu verachten. Im Zentrum des Ortes gingen wir alle zwei Tage einkaufen, vor allem Produkte aus Dänemark hatten es mir angetan. Fisch, na klar, aber auch Käse und bestimmte Biersorten, Brot und andere Leckereien, wie Kuchen. Wichtig war es auch, dass wir genügend Brennholz für unseren Kamin hatten, auch wenn es im Juni nicht unbedingt nötig ist, so doch wenigstens an den regnerischen Tagen. Die Gemütlichkeit eines Kaminfeuers ist nicht zu überbieten. Außerdem brauchten wir Kohle für den Grill. Die Abende auf unserer Terrasse bleiben mir unvergesslich. Kerzenlicht und Wein und immer den Lewuchtturm im zielsicheren Blick.

Wir machten auch einige größere Ausflüge und besichtigten nicht nur Esbjerg sondern auch andere hübsche Ferienorte an der Nordseeküste Dänemarks und wir bummelten auch durch eine der ältesten Städte im Königreich, Varde. Seine mittelalterliche Struktur, Kirche, sind phänomenal, einzigartig,dementsprechend voll war es in den engen Gassen und auf den verwinkelten Plätzen den netten Souvenirläden.

Dänemark - Kopenhagen - Tivoli

„Dänemark, wie kommen wieder“, sagte ich beim wehmutsvollen Abschied und nach diesem ersten Urlaub in Dänemark folgten sechs weitere. Während dieser Urlaube, genossen wir nicht nur Kopenhagen, den Tivoli, sondern bereisten auch die Südküste und einige Inseln. Wir erkundeten uns nach den Prinzen Hamlet und seinem Schloss, sondern waren auch auf den Spuren Hans Christian Andersens, dem großen Dänischen Dichter. Das Fahrrad hatten wir als ständigen Begleiter,wie auch wetterfeste Kleidung, doch die Sonnenstunden überwogen und eine gute Sonnencreme war ständig zur Hand. Probleme gab es eigentlich nur mit der Sprache, aber mit geschriebenen Vordrucken, Deutsch und Englisch und einemLächeln auf dem Gesicht, bewältigten wir alle Barrieren die vor uns auftauchten.

Es dauerte einige Jahre bis wir uns entschlossen hatten Dänemark wieder zu bereisen, doch der siebente Urlaub in Dänemark ist in voller Planung und der Sommer 2007 kann kommen.

Geschrieben von Reiseberichte am Freitag 26. Januar 2007 | 10.508 views