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Mexiko – Eine Reise nach Mexiko

„Darf es auch etwas sonniger sein?“ Fragte mich eine Freundin als wir unseren nächsten Urlaub planten. Es sollte nicht schon wieder so kalt werden wie in Moskau, dort waren wir das letzte Mal gemeinsam hingereist. Auch hatten wir nicht die Absicht wieder in den Osten Europas zu reisen. Nein, wir haben davon genug gesehen, schließlich waren wir nach Moskau per Automobil mit zwei weiteren Bekannten gereist. Dieses Mal musste schon ein Flug herhalten, auch wenn wir normalerweise recht umweltfreundlich handeln. Per Fähre westwärts zu reisen wäre für uns zeitlich nicht machbar gewesen, auch ist die Ersparnis auch eher geringfügiger Natur, außer man findet einen Platz auf einem Frachter unter liberianischer Flagge.

Ich sagte, „Ja gerne, etwas sonniger darf es schon sein.“ Und nachdem wir nach dem Ausschlussprinzip vorgegangen waren und eins nach dem anderen die Länder auf dem amerikanischen Kontinent ausgeschlossen hatten stand die Entscheidung fest: Wir fliegen ohne Zwischenstopp ins Land der Siesta nach Mexiko. Schließlich war ich schon immer ein Freund davon mal eine Pause einzulegen und in Mexico City im Schatten der Aztekischen Pyramiden würde uns ddas besonders gut gelingen. In Mexico sind die Temperaturen subtropisch bis tropisch, das Klima ist variabel, je nachdem wo im Lande man sich aufhält – von arid bis humid alles dabei.

Mexiko - Gebäude der Zapoteken in Mexiko

Der Flug war so richtig angenehm. Als wir im Anflug auf Mexico City die Stadt von oben begutachten konnten kamen mir die Gedanken an den deutschen Rocksong Mexico und die Fußball WM 1974.Einmal in der Mexikanerstadt gelandet wurden wir nachdem wir unsere Baggage abgeholt hatten vom Pueblo Pepe abgeholt. Pepe war ein Charakter für sich. Er hatte meist einen Grashalm im Mund auf dem er langsam kaute. Ich fragte ihn was das für ein Halm ist den er im Munde hat, und er antwortet mit seinem mexikanischen Akzent in der Landessprache Spanisch etwas das ich gerade so als den Namen der Pflanze ausmachen, mir aber nicht merken konnte.

Pepe war unser Fahrer auf dem Weg zum Hotel und an viele andere Plätze in der Stadt. Eines Tages fuhren wir auch zum Strand, das war so richtig schön. Man musste eine geringe Courtage bezahlen, aber der Wind war so richtig gut zum Surfen. Meine Begleitung surfte also ziemlich viel und ich lag in der Sonne und las ein Kapitel aus irgend einem Epos. Die Mexikaner mögen es gerne wenn man ein bischen versucht sich an ihre Kultur anzupassen und so hatte ich mir einen richtig schönen Sombrero zugelegt, den ich eigentlich immer trug solange die Sonne schien.

Mexiko - Karibik und Meer in Mexiko

Es war etwas kompliziert ihn so zu falten, dass er in meinen Reisekoffer, an und für sich eigentlich auch recht geräumig, passte und so kann ich ihn leider nicht mehr aufsetzen. Es ist also bald wieder ein Urlaub in Mexico angesagt bei dem ich mir einen weiteren Sombrero kaufe. Etwas darauf achten sollte man bei so einem Urlaub auch, dass man einen guten Peso-Euro Kurs erwischt.Etwas Vorsicht sollte schon gebeten sein, wenn man alleine in der Stadt unterwegs ist. Da die so besonders schön ist mit ihren Palmen, aztekischen Pyramiden und dem Wetter ganz allgemein, sind natülich in den ballungszentren jede Menge Touristen, auch und vor allem aus Südamerika unterwegs. Das zieht Taschendiebe an wie Freibier.

Pepe hatte den Rat an uns, dass wir möglichst wenig Geld in Bargeld mit uns führen sollten und im Geldbeutel lediglich eine EC Karte mit uns führen. An der Westentasche kann man auch mal seine Kreditkarte behalten. Den Rest der Wertsachen kann man im Hotel lassen. Mit Kreditkarte kann man in Mexico überall bezahlen, man merkt hier die räumliche Nähe zu den Vereinigten Staaten. Auf kleinen Bazaren verhält sich das natürlich ein bischen anders. Hier sollte man auch unbedingt versuchen zu feilschen. Die Mexicaner sind ein anständiges Volk und so wird es nicht passieren, dass das Geschäft platzt. Jedoch sollte man nicht versuchen den Preis so sehr zu drücken, dass für den die Ware feil bietenden Krämer die Marge zerstört wird. Je nachdem auf welchen Bazar man geht kann man ruhig mal auf 50% des ausgeschilderten Preises gehen.

Mexiko - Kathedrale in Mexiko City

Ein besonderes Feature von Mexico sind natürllich auch die unzähligen kleinen Restaurants, Bars und Snackerias. Ein Geheimtipp ist die Bar 42, die unter Mexikanern als derjenige Laden bekannt ist, in dem man die allerfeinsten Margaritas serviert bekommt. Auch muss man sagen, dass die Bedienung sehr hübsch anzusehen und stets akkurat gekleidet sind. Ein letzter Insidertipp, den ich weitergeben kann wäre die Bar Santos Santos, dort haben sie neben einer äußerst großen Auswahl an Gin tagsüber eine regelrecht überwältigende Palette an Taco Gerichten zur Auswahl. Was das Wetter angeht muss man sich in Mexico nur auf eine Sache vorbereiten: Es wird heiß. Temperaturen von 45°C im Schatten sind hier keine Seltenheit. Das Leben findet gerade in den heißeren Monaten des Jahres tagsüber gar nicht statt, sondern beginnt erst in den abend Stunden. Daher sollt man sich in mexikanischen Discos auch nicht darüber wundern, dass die Tanzflächen erst dann am vollsten sind, wenn in Deutschland die meisten Party’s schon zuende sind.

Mexico ist ein sehr katholisches Land und so wurden uns einige Male dazu gratuliert, dass wir den Papst stellen dürfen. Für Leute, die des Spanischen mächtig sind, lohnt sich auf jeden Fall der Besuch einer Messe am Sonntag. Während Kirchenliturgie etwas Einheitliches in der katholischen Kirche darstellen sollte, hat sich bei unseren Kirchgängen in Mexico ein leicht anderes Bild als bei deutschen Kirchbesuchen abgezeichnet. Alles in allem ist eine Reise nach Mexico City und Mexiko als Land durchaus zu empfehlen. Wenn Sie im vorraus ein Hotel buchen oder Freunde dort kennen sollte Ihnen der aufenthalt zwischen Atlantik und Pazifik viel Freude bereiten und sie sollten ob Ihrer Sicherheit keine weiteren Bedenken haben.

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