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Kreta: Urlaub auf der griechischen Urlaubsinsel Insel Kreta

Eine Reise in die Vergangenheit. Kommt man nach Kreta, wandelt man früher oder später auf den Spuren der Geschichte. Vom minoischen Kreta über die mykenische Herrschaft landet man irgendwann im Hellenismus. Die Römer haben ihre Spuren hinterlassen. Dann kamen die Venezianer und auch die Türken prägten diese Insel. Während des zweiten deutschen Weltkriegs landen britische Truppen auf Kreta und kämpften gegen deutsche Soldaten. Das ist Geschichte.

Die meisten Touristen landen in Heraklion, um sich von dort aus in Reisebussen zu einen der zahlreichen Badeorte in der Nähe von Rethymnon, Chania, Agios Nikolaos fahren zu lassen. Am Strand liegen kann man dort sicher sehr gut, aber besser ist es. Man schaut sich die Insel an. Ein gutes Hotel findet sich immer und dies bietet als Basisstation eine gute Ausgangsposition für eine Inselrundfahrt. Man mietet sich ein Auto und legt ab und zu einmal eine Badepause ein. 14 Tage sollten dafür ausreichen. Die einzelnen Streckenabschnitte können so absolviert werden, lediglich für den Ostteil sollte man eine Übernachtung einplanen.

Kreta - griechische Urlaubsinsel Kreta

Am allerallerersten Tag steht natürlich Knossos auf dem Programm. Man muss früh kommen, um den Touristen-Massen und Gruppenveranstaltungen zu entgehen. Knossos wartet mit einer Nachbildung eines mykenischen Palastes auf. Nicht mehr und nicht weniger, aber dennoch sehr informativ. Einfach dem Rundgang folgen, dann kann nichts schief gehen. Neben viel Beton gibt es auch einige hübsche Wandmalereien und man kann sich eine gewisse Vorstellung davon machen. Wie es war. Zwei Stunden sollte man dafür einplanen.

In Heraklion selbst lohnt es sich, das Museum anzuschauen. Es ist nicht sehr groß, rund 20 Räume, alles sehr übersichtlich. Viele Dinge aus Knossos, aber auch aus anderen Ausgrabungsstätten. Der berühmte Stierkopf, die Stierspringer aus Elfenbein, der Diskus von Festos, Stein-und Wannensarkopharge und natürlich die echten Fresken aus Knossos wie der Lilienprinz, die Pariserin und die Delfine aus dem Bad der Königin. Ein kurzer Spaziergang durch Heraklion mit seinen vielen Brunnen rundet den Tag ab.

Südseestrand. Gibt es in Elafonissi. Rosafarben und das Wasser schimmert in allen Blauschattierungen. Man fährt von Geogiopolis zwei Stunden über Chania und Kissamos Richtung Berge. Die Straßen sind gut ausgebaut und es bereitet keine Schwierigkeiten. Auf dem Weg liegt die Höhle der Heiligen Sofia. Ein paar Treppen hinauf und man steht in einer großen Höhle mit einer kleinen Kapelle mit Glockenturm. Wenn man die Glocke läutet, kann man sich etwas wünschen! Der Weg nach Elafonissi ist steinig. Weißer Strand, türkisfarbenes Wasser. Viele Menschen. Reisebusse. Neckermann war auch da. Man kann sich für teures Geld Liegestuhl und Sonnenschirme mieten. Der Strand hat seine Farbe von den rosafarbenen Muscheln. Auf dem Rückweg kann man am Kloster Chrissoskalitissa vorbeischauen, welches einsam auf einem Felsen über dem Meer thront.

Auf dem Weg nach Rethymion, westlich kommend, findet man in der Nähe von Armeni eine Nekropole. Über hundert Felsengräber warten auf ihre Entdeckung, zum Teil sind sie auch begehbar. Ein Abstecher in die Kartaliotiko-Schlucht lohnt sich, am Ende wartet eine Agios-Nikolaos-Kirche. Die Fahrt geht weiter, vorbei an einer alten türkischen Brücke im venezianischen Stil. Nicht weit entfernt davon liegt das verlassene Kloster Kato Moni Preveli. Unzugänglich. Nicht für uns. Wie in allen alten Gemäuern muss man natürlich mit Einsturzgefahr rechnen. Ein wahres Abenteuer. Der Weg zum Strand von Preveli. Wege von denen man glaubt, sie führen ans Ende der Welt. Führen zu einer sagenhaften Aussicht. Palmenumsäumter Strand und ein Süsswasserfluss. Auf dem Rückweg noch ein kurzer Stop beim Kloster Moni Preveli. Frauen müssen dort übrigens Röcke tragen. Wer keinen trägt, bekommt ihn freundlicherweise gestellt.

Kreta - Meer und Sandküste von Kreta

Bankomaten gibt es auch in Chania. Neben der Markhalle, die sehr sehenswert ist. Dort gibt es alles, vom Obst bis zum Rinderkopf. Frankokastello war das Tagesziel. In Alikampos gibt es eine kleine Kapelle, die mit Fresken aus dem dreizehnten Jahrhundert geschmückt ist. Verziert mit Keramiktellern. Der Weg führte durch ein kleines Bergdorf und zunächst landete man auf dem Friedhof. Ein älterer Herr winkte uns zu und wir hielten. Er führte uns zu der kleinen Kapelle und erklärte uns die Bibelszenen, die dort abgebildet waren. Sehr informativ. In Griechisch. Auf dem Rückweg wartete schon wieder neue Kundschaft auf ihn.

In Serpentinen ging es dann bis nach Frankocastello. Ein Blick in die Imbrosschlucht liess uns erahnen, was die Samariaschlucht zu bieten hat. Mit acht Kilometern ist sie überschaubar, aber schmaler. Nun ging es bergab. Eine flache Ebene tat sich auf, mit einer beeindruckenden Küste. Das Land ist eben, felsig und karg. Schroff heben sich die weißen Berge ab. Frankocastello ist noch gut erhalten, äußerlich, aber im Inneren ist es eine Ruine. Am Strand kann man unendlich weit ins Wasser laufen, so flach ist es. Die Kulisse ist beeindruckend, das Kastell und die Berge im Hintergrund, im Vordergrund das Meer.

Georgiopolis hat einen wunderschönen Strand. Unendlich lang und sehr, sehr breit. Wenig Touristen, ganz anders als in Rethymion. Das Kastell lockt zur Besichtigung und die Altstadt mit den vielen Geschäften auch. Der malerische Hafen und die Häuser im venezianischen Stil sollte man gesehen haben.

Richtung Ostküste geht es nach Vai. Eine Übernachtung inklusive. Die Etappen sind Rythimion, Hieraklion, Agios Nikolaos, Sitia und die Vai-Bucht. In Agios Nikolaos weckt der kleine Hafen die Aufmerksamkeit, Cherniossos ist allerdings sehr überlaufen. Ein Abstecher zur Kirche Panagio Kera bei Kritsa. Wunderschöne Fresken. In Vai selbst kann man nicht übernachten, denn dort gibt es nur einen Palmenhain, der einzige in Griechenland/Kreta. 824 aufgrund der Invasion der Sarazenen entstanden. Weil die immer Datteln kauten. Übernachten kann man dann in Palekastro. Zimmer zur schönen Aussicht. Die Muscheln an diesem Strand sind herz- oder sichelförmig. Sammeln!

Kreta - Kultur und Sehenswürdigkeiten auf Kreta

Auf dem Rückweg fährt man über die Lassithi-Hochebene. Wo auch die Zeus-Höhle liegt. 800 Meter über dem Meeresspiegel, sehr fruchtbar, dass ist die Lassithi-Hochebene. Was die Zeus-Höhle anbelangt, so gibt es auf Kreta viele Höhlen, die den Anspruch erheben, Geburtsort von Zeus gewesen zu sein. Der Weg hinauf ist beschwerlich, man kann aber auch einen Esel benutzen. Wenn man es mag, einen Kilometer lang auf so einem Zotteltier zu sitzen. Schwitzend und schnaubend kommt man oben an und dann wartet der Kälteschock. Riesige Stalaktiten haben sich im Laufe von Jahrmillionen gebildet. Der arme Zeus. In so einer finsteren Höhle, bei so einem kalten Klima aufgewachsen zu sein.

Ein einzigartiges Erlebnis ist es, durch die Samariaschlucht zu wandern. Am besten, organisiert. In der Frühe, vor dem ersten Hahnenschrei geht es los. Die Schlucht ist 18 Kilometer lang und man startet bei einer Höhe von 1250 Metern. Durchschnittlich braucht man dafür sieben Stunden und man gerät an seine Grenzen, wenn man nicht durchtrainiert ist. Müde und abgekämpft geht es dann zurück mit dem Schiff. Die Reiseleitung macht einen glückliche Eindruck, alle wieder gesund und munter zurückgebracht zu haben.

Eine Woche, zwei Wochen besser drei Wochen. Kreta ist eine Reise wert!

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