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Archiv für Januar, 2007

Vereinigten Arabischen Emirate, sind sie eine Reise wert?

Die Vereinigten Arabischen Emirate (kurz VAE) wurden vor knapp 35 Jahren gegründet, zuvor waren sie unter Britischer Hoheit. Der Staatenbund entstand aus sieben einzelnen Scheichtümern von unterschiedlicher Größe, die sich 1971 zusammen schlossen. Mittlerweile gibt es zwischen ihnen keine Grenzen und keine Differenzen mehr, sie unterstützen sich gegenseitig. Die drei großen Emirate sind Dubai, Sharja und Abu Dhabi. Die vier ärmeren Emirate heißen Ras al-Khaima, Ajman, Um al-Kaiwan und Fujaira.

Deshalb sind die Hauptsprachen in den VAE Arabisch und Englisch, außerdem werden auch viele andere Sprachen an einzelnen Orten gesprochen, was sicherlich auch an der hohen Ausländerzahl liegt.

Die Hauptstadt ist Abu Dhabi und wahrscheinlich eher weniger bekannt, denn sie ist nur die zweitgrößte Stadt in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Dubai dürfte weiter verbreitet sein und den meisten Menschen etwas sagen. Geographisch kann man die Vereinigten Arabischen Emirate zwischen Arabien und Saudi-Arabien einordnen. Ein deutscher Staatsbürger kann sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen, wie ein Leben dort abläuft, denn die Kultur, die Lebenseinstellung und die Lebensverhältnisse lassen sich so gar nicht, mit dem typisch Deutschen Leben vergleichen.

Die Staatsform nennt sich Föderation autonomer Emirate oder oft wird das System auch als `patriarchalisches Präsidialsystem mit traditionellen Konsultationsmechanismen’ bezeichnet, was beides eigentlich so viel bedeutet wie Bundesstaat, wobei es keine Demokratie gibt, sondern einen Monarchen. Staatsoberhaupt ist also der Scheich, der über das Reich herrscht. Der aktuelle Scheich regiert seit dem 03.11.2004 und trägt den schönen Namen Chalifa bin Zayid Al Nahyan. Als hauptsächliche Religion gilt der Islam, allerdings werden auch andere Religionen akzeptiert, schließlich leben dort sehr viele Ausländer.

Die Vereinigten Arabische Emirate weisen einen hohen Zuwachs der Bevölkerung auf, am Anfang lebten dort etwa 180.000 Menschen, mittlerweile schätzen Experten eine Anzahl von über 5 Millionen Menschen, ein Trend, der wohl weiter ansteigen wird. Die große Wachstumsquote liegt wohl an der großen Anzahl von Arbeitsimmigranten, vor allem aus Indien, sie haben den Vorteil, dass sie schnell eine Aufenthalts- sowie Arbeitsgenehmigung in den Vereinigten Arabischen Emiraten erlangen können. Doch besteht auch das Risiko einer Diskriminierung der Immigranten, so liest man sehr oft, dass ihre Löhne spärlich sind und nicht selten erst einige Monate später oder gar nicht ausgezahlt werden.

Das Jahr 2006 wird sicherlich ein spannendes Jahr für die Vereinigten Arabischen Emirate gewesen sein, denn die Fluggesellschaften dort, waren ein offizieller Sponsor bei der Fussball-WM, es wurde also keine europäische, amerikanische oder asiatische Airline gewählt, wie man es vielleicht hätte vermuten können. Warum man sich gerade für diesen Sponsor entschied, liegt wahrscheinlich auch daran, dass die Vereinigten Arabischen Emirate als eines der reichsten Länder der Welt gelten, was allerdings nicht unbedingt auf die Bevölkerung zutrifft.

Das Klima in den Vereinigten Arabischen Emirate ist sehr heiß, so dass man schon von einem Wüstenklima oder Tropenklima spricht, oftmals regnet es nur an 3-4 Tagen im Jahr, das hat zur Folge, dass kaum Pflanzen wachsen können und teilweise systematisch bewässert werden muss, um landwirtschaftlich einen Nutzen zu haben.

Wer die Vereinigten Arabischen Emirate besuchen möchte, der sollte auf jeden Fall vorbereitet sein, denn die Gefahr terroristischer Anschläge, besonders im Nahen und Mittleren Osten besteht weiterhin. Gerade wegen der verbreiteten islamischen Religion in den VAE sollte man vorsichtig sein und mit weiteren Anschlägen rechnen. Sogar das Auswärtige Amt warnt vor einer Reise in den VAE und gibt den Hinweis, dass man in der Öffentlichkeit lieber nicht von seiner eigenen Religion spricht, sondern sich besser anpasst.

Positiv ist jedoch, dass die Kriminalitätsrate in den Vereinigten Arabischen Emiraten äußerst niedrig ist und auch Frauen sind in diesem Land nicht benachteiligt, wie es manche vielleicht befürchten könnten, jedoch sollten vor allem Frauen auf eine sehr schlichte Kleidung achten.

Wer einen unbeschwerten schönen Urlaub erleben möchte, der sollte sich auch genau überlegen, ob er nicht besser ein anderes Reiseziel wählen sollte.

Die Bestimmungen aufgrund der islamischen Tradition sind sehr streng und gelten auch für Touristen und Nichtmuslime. Im Fastenmonat Ramadan kann es deshalb schon einmal vorkommen, dass die Restaurants tagsüber auf einmal geschlossen sind, Trinken, Rauchen oder Essen in der Öffentlichkeit im Zeitraum zwischen dem Sonnenaufgang und dem Sonnenuntergang ist ebenfalls untersagt und selbst das Kauen von Kaugummi kann zur Bestrafung führen. Das Tragen von kurzer Freizeitkleidung sollte auch vermieden werden, langärmelige, bedeckende Kleidung ist angesagt, was bei der andauernden Hitze sicherlich kein Zuckerschlecken ist.

Wer sich dennoch für eine Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate entscheidet, der bekommt ein kostenloses Besuchervisa, das für 60 Tage gültig ist. Es reicht jedoch nicht das Vorzeigen eines normalen Personalausweises aus, die einreisende Person braucht notwendigerweise einen Reisepass, der frühestens 6 Monate nach der Reise erst abläuft. Aufgrund des Tropen- & Wüstenklimas werden mehrere Schutzimpfungen vor der Einreise empfohlen, vor allem gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A. Die medizinische Versorgung in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist jedoch fortschrittlich, es gibt dort einige internationale Ärzte mit viel Erfahrung und den notwendigen Geräten, aber natürlich kann man das immer noch nicht mit Deutschland vergleichen. Wer gerne eine solche Reise unternehmen möchte, sollte sich auf jeden Fall vorher von einem erfahrenen und kompetenten Arzt untersuchen und beraten lassen.

Ein weiterer wichtiger gesundheitlicher Tipp ist das Achten auf ein hygienisches Essen und Trinken um Infektionserkrankungen vorzubeugen, außerdem sollte eine Notfallapotheke, mit den wichtigsten Arzneien im Reisegepäck vorhanden sein.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten gibt es neben arabischen Speisen auch indisches, persisches, chinesisches, mexikanisches und teilweise sogar amerikanisches Essen. Die ideale Lage direkt der Küstengebiete bietet diverse Arten von Meeresfrüchten an, wie Fische, Langusten und Hummerkrabben, die ein sehr kulinarisches Angebot ermöglichen. Da wird wohl für jeden etwas dabei sein.

Wer gerne zu einem leckeren Dinner ein Glas Wein oder Bier oder ähnliches trinkt, muss leider enttäuscht werden, denn Alkohol wird im Koran strengstens verboten und deshalb müssen sich auch Besucher an diese Regel halten. Stattdessen wird Kaffee, Tee, Saft oder Wasser dazu serviert.

An sich sind die Vereinigten Arabischen Emirate sicherlich ein sehr interessantes und schönes Land, das auf jeden Fall eine Reise wert wäre. Ob jemand all die Risiken und Einschränkungen eingehen möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden. Am besten man lässt sich vorab intensiv von einem Reisebüro beraten oder man recherchiert selbst ausgiebig im Internet.

Geschrieben von Reiseberichte am Dienstag 30. Januar 2007

Ägypten: Lagunen und Luxor

Ägypten, schon die Vorbreitung auf die Reise in das Land der Pharaonen ließ erahnen welch einen geschichtsträchtigen Boden wir betreten werden.

Die Magie Ägyptens beflügelt jeden und oftmals ist zunächst ein gewisser Tut- Ench- Amun daran schuld. Der junge Gottkönig, Pharao, dessen Grabmal der englische Archäologe 1928 im Tal der Könige entdeckt hat. Von Luxor aus ist es nur ein Katzensprung in das atemberaubende Tal, dem Reich des Todes. Einmal über den Nil, aber bis dahin war es noch eine Weile hin. Flughafen Hamburg. Das erste Tagesziel war schnell geschafft Der vollbesetzte Airbus flog uns zunächst nach Hurghada und diese Stadt am Roten Meer hat erst einmal nichts von den Bildern die uns von Ägypten geläufig sind. Vom Flughafen fuhren wir mit einem Taxi zu unserem Geisum Village Hotel. Eine Woche wurde es unser Ausgangspunkt für den Besuch von Basaren und Tagesexkursionen zu den schönsten Tauchplätzen im Roten Meer. Sie aufzuzählen hieße Eulen nach Athen tragen, doch eines haben sie alle gemeinsam und zwar eine Korallenwelt die selbst die gewaltigen Pyramiden Kairos vergessen lässt, der Hauptstadt Ägyptens. Die Ausflüge gestalteten wir individuell, indem wir uns einen örtlichen Führer buchten. Dieser Mann brachte uns nicht nur einige Gebräuche und Sitten Ägyptens bei, sondern auch einen Humor der in der arabischen Welt seines Gleichen sucht.

Die täglichen Tauchgänge zeigten uns dann eine Vielfalt an Riffen und Fischen wie sie es sie nur an wenigen Orten unserer Erde gibt, wobei wir die Probleme dieser überlasteten Natur ebenso zu sehen bekamen. Das Bemühen der Ägypter die Qualität des Meeres zu erhalten sind jedoch erwähnenswert und zwangsläufig notwendig. Wir genießen die Ausflüge und finden an den ausgedehnten Stränden Erholung die längst überfällig war. Die Hitze machte uns allerdings zu schaffen. Anfang Mai war zu spät für eine Reise nach Ägypten, dennoch, Ägypten wäre nicht Ägypten wenn es selbst die körperlichen Strapazen in Luft auflöst und dafür sorgte die Stadt Luxor.

Der kurze Flug von Hurghada nach Luxor, über weite Wüstengebiete, ließ uns nochmals an Turtle Bay erinnern, der faszinierenden Lagune und seinen Artenreichtum. Doch der Anflug auf Luxor beendete die Gedanken an den größten Oktopus unserer Tauchgänge, den verspielten Delfinen und den Haien, denn der Luxortempel trat aus einigen hundert Metern Höhe in unseren Blickbereich. Die kolossalen Säulen nahmen uns gefangen und auf dem abendlichen Spaziergang, vom in der nähe gelegenen Hotels Etab, wurde es nun Gewissheit. Wir waren in Ägypten, unserem Ägypten, dem Ägypten seiner Historischen Tempel und Gräber, seiner unverwechselbaren Götterwelt. Amun, der Sonnengott, verwöhnte uns schon seit einer Woche und Osiris, der Totengott? Ihm sollten wir im Tal der Könige begegnen, am darauf folgenden Tag. Wir ließen uns mit einer Fähre über den Nil bringen. Voll beladen und mit einem ohrenbetäubenden Lärm tuckerte der Kahn an die andere Nilseite. Schreiende, badende Kinder, waschende Frauen, Garküchen, feilschende Händler, aufgebrachte Verwandte die sich gegenseitig begrüßten, beschimpften, lachten, machten uns ziemlich Wirr und wir wussten zunächst nicht wie es Weitergehen sollte. Der Gestank zwischen alldem Mengegelage erweckte die Sehnsucht nach unserem Fischerboot, welches uns bei Sonnenschein und salzhaltiger Brise zu unseren Tauchplätzen brachte.

Jedoch, just in dem Augenblick als das Chaos am Nilufer am größten wurde, packte mich ein junger Ägypter und führte uns schwatzend zu seinem Taxi. Nun, Taxi wäre zu viel gesagt. Es erinnerte eher an einem frisch aufgemotzten Schrotthaufen der innen überhäuft von kitschigem Figürchen und Fähnchen und allerfeinstem Plüsch für unsere Hintern. Doch es siegte das lächelnde Gesicht von Hassan dem Taxifahrer und seiner Einladung uns zu den attraktivsten Gräbern zu führen. Er überraschte uns zudem mit seinem Führertalent und seinem Wissen zu den Gottkönigen, sowie den hervorragenden Englischkenntnissen.

Er offenbarte uns das Tal der Täler wie es nur jemand aus Ägypten tun kann und es lohnte wieder einmal einen unkonventionellen Weg einzuschlagen. Ägypten auf eigene Faust. Ägypten und seine Erfahrung mit Reisenden ist nämlich fast so alt wie Ägypten selbst und das Vertrauen das wir in unsere örtlichen Hobbyführer gesteckt haben wurde reichhaltig belohnt. Die zweite Woche in Luxor wurde der Höhepunkt unserer Reise und der Tempel von Karnak erschöpfte uns ebenso wenig wie der Hatschepsut Tempel.

Der Nil mit seinen vielen Schiffen, Booten und Feluken begeisterte und die kulinarischen Köstlichkeiten Ägyptens ergänzten unsere Sinnesreize auf prächtige Weise.

Die fünftausend Jahre alte Geschichte Ägyptens, aus vielfältigen Büchern heraus gefiltert, war jedoch wahrhaftig von Nöten, will man nicht völlig Unwissend vor den Denkmälern der Geschichte stehen. Uns war natürlich durchaus bewusst, dass wir auf unserer zweiwöchigen Urlaubsreise nach Ägypten keine Ägyptologen werden und schon gar keine Archäologen wie der berühmte Howard Carter. Doch es beschlich einem dort immer das Gefühl, dass man ein Grab entdecken könnte, dass man mehr ist als nur ein gewöhnlicher Tourist. Vielleicht liegt es ja an der schlitzohrigen Freundlichkeit seiner Einheimischen und den Gerüchen, der Landschaft, wo Leben und Tod so nah beieinander wohnen. Die Palmen, die grünen Teppiche die so dicht an der Wüste grenzen sind eindrucksvoll und verändern den Reisenden auf geheimnisvolle Weise. Uns war am letzten Tag der Reise klar, dass wie wieder zurückkommen nach Ägypten, denn es hat uns das unheilbare Ägyptenfieber gepackt.

Geschrieben von Reiseberichte am Dienstag 30. Januar 2007

New York – die Stadt der tausend Eindrücke

Vor einigen Monaten verschlug es mich mit meiner Mitbewohnerin nach New York. Bis heute konnte ich die unzähligen Eindrücke die mir diese Stadt geboten hat kaum verarbeiten. Nie zuvor habe ich einen Ort erlebt, der so voller Gegensätze ist und solch eine Faszination ausüben kann. Besonders die Bevölkerung ist mir im Gedächtnis geblieben. Bereits am ersten Tag hatte ich mich mit meiner Freundin auf dem Weg zum Hostel verirrt. Leider stellten wir das erst in der Subway fest. Doch obwohl wir uns in einer Millionenstadt befanden, wo Anonymität auf der Tagesordnung stehen sollte, sprach man uns so gleich an und wollte uns mit dem richtigen Weg helfen. Jedoch sind die New Yorker nicht nur durchaus hilfsbereit, sondern auch sehr sehr hektisch. Nirgendwo sah ich Menschen, die einfach nur ruhig spazieren gingen. Niemand schien Zeit zu haben um einfach stehen zu bleiben und die Stadt einmal auf sich wirken zu lassen.

Obwohl New York eine der größten Städte der Welt ist, wunderte ich mich gerade anfangs,dass so viele Dinge doch eigentlich erlaufbar sind. Doch wie sich herausstellte galt das nur für den Stadtteil Manhattan. In Manhattan beschloss ich mit meiner Mitbewohnerin, uns die Stadt doch einmal von oben zu betrachten. So gingen wir nun zum Empire State Building, dem mittlerweile wieder höchsten Gebäude von New York City. Nachdem wir ungefähr zwei Stunden lang anstehen mussten, konnten wir endlich das Plateau des Empire State Buildings betreten. Uns bot sich einfach eine atemberaubende Aussicht. Noch nie im Leben habe ich derart viele Lichter gesehen. Ich schaute einfach in die Nachtlichter und versuchte das Ende der Lichter zu erspähen. Doch ich sah kein Ende. Auch auf der anderen Seite, Lichter und noch mehr Lichter. Erst jetzt konnte ich langsam erahnen wie riesig diese Stadt wirklich sein musste. Selbst wenn man Jahre dort verbringt, könnte man unmöglich jeden Winkel der Stadt kennenlernen können.

Auch einen Besuch auf der Liberty und Ellis Island ließen wir uns nicht nehmen. Nachdem wir im Financial District in ein mittelgroßes Boot gestiegen sind, konnten wir von Wasser aus nocheinmal unzälige Hochhäuser begutachten. Nach zehnminütiger Fahrt rief uns dann auch schon Miss Liberty zu sich, die sich auf einer sehr kleinen aber wirklich ruhigen, idylischen Insel, gerade weit genug vom turbulenten Big Apple. Die Stille hier war für uns mittlerweile äußerst ungewohnt und so verwundert es nicht, dass wir einige Stunden einfach nur auf einer Wiese neben der Freiheitsstatue saßen und das Panorama von New York auf uns wirken ließen. Nachdem uns die Ruhe dann schließlich doch genug war ging es mit der Fähre weiter nach Ellis Island. Dort betraten wir das Migrationsmuseum der Stadt. Auf Ellis Island landeten damals so viele Menschen, voller Hoffnung auf ein neues, besseres Leben. Und doch war es für die Ankömmlinge zunächst nicht klar, ob ihnen der Zutritt gewährt werden würde. Was muss das für ein Gefühl sein, wochenlang auf See, halb verhungert und alles ist umsonst gewesen? Nicht umsonst wird Ellis Island auch die „Isle of Tears“ genannt.

Die schönste Ecke von New York war für mich China Town und Little Italy. So viele asiatische Restaurants, europäische Cafés und verwinkelte Straßen… Kulinarisch ist diese Stelle ein wirkliches Highlight. Wo sonst hat man so viel Auswahl vom asiatischen Kontinent?

Wer einmal in New York ist sollte sich auch nicht das vielfältige Kulturangebot entgehen lassen. Ein Musical auf dem Broadway ist ein wahres Muss. Zwar sind die Karten nicht gerade ein Schnäppchen, aber wenn die Show erst einmal angefangen hat, weiß man auch, dass das Geld wirklich gut angelegt ist. Meine Freundin und ich entschlossen uns damals für das Musical „Die Schöne und das Biest“. Für einige Stunden hielt uns das Märchen gefangen. Die Stimmen der Darsteller hinterließen mir eine Gänsehaut. Zum Schluss des Stückes liefen uns sogar ein Paar Tränen über das Gesicht, so gut spielten alle.

Um unsere Lachmuskeln zu trainieren, gingen wir in eine Stand up Comedy Show. Dort wurden uns einige wirklich komische Comedians präsentiert. An einen Comedian erinnere ich mich noch sehr gut. Er erklärte uns was passiert, wenn man weiße Frauen oder Latinos betrügt. Die Latinos suchen die Frau auf die versuchte ihren Platz einzunehmen, machen sie fertig, suchen danach den Exfreund auf und tun das Gleiche. Weiße Frauen hingegen verklagen dich einfach nur.

An was ich mich aber noch besonders gern erinnere, ist wie meine Reisebegleiterin den Tag begannen. Da wir ungefähr eine Woche unter einem Jet Lack litten, fiel es uns besonders leicht sehr früh aufzustehen. So begann der Tag für uns schon gegen sieben Uhr. Nachdem wir frisch gewaschen waren, stiegen wir gleich in die Subway,dem einzig wirklich sinnvollen Transportmittel im Big Apple, um Richtung Innenstadt zu fahren. Die meisten Geschäffte waren noch geschlossen. Die Stadt war wenig belebt. Aber viele kleine Straßenwagen, die Kaffee und Bagels verkauften waren immerhin schon in Betrieb. Und so kauften wir uns beim Straßenverkäufer unser Frühstück, hielten noch ein kleines Schwätzchen mit ihm und setzten uns schließlich in einen Park neben der New York Public Libary um der Stadt langsam beim Aufwachen zuzuschauen.

Geschrieben von Reiseberichte am Dienstag 30. Januar 2007

Russland: Die Reise nach Moskau

Moskau, die Hauptstadt der Russischen Föderation, ist eine schöne und interessante Stadt. Wie viele russische Städte hat Moskau eine lange und ruhmreiche Geschichte. Moskau exestiert seit 1147, in dieser Zeit wurde es zum ersten Mal in den historischen Chroniken erwähnt. Auf dem Territorium des heutigen Kremls entstand damals eine kleine Siedlung für Handwerker und Kaufleute, die sich später zu einer grossen Stadt entwickelte. Die Lage am Moskwa-Fluss war besonders günstig, weil hier die Kreuzung der wichtigsten Handelswege war. Im 15. Jahrhundert wurde Moskau zur Hauptstadt des Russischen Staates. Moskau ist ein Zeuge von vielen hervorragenden Erreignissen in der Geschichte Russlands. Überlegen Sie mal, hier ging der russische Zar Iwan der Böse spazieren, hier marschierte 1812 der Napoleon mit seinen Truppen, hier hat Wladimir Lenin seine revolutionären Werke geschrieben, hier hat der Stalin viele unschuldige Leute im Gefängnis Lubjanka umgebracht. Die ganze Zeit spielte Moskau eine besondere Rolle in der russischen Geschichte, nur 1712 verlor es für die kurze Zeit seine führende Rolle. 1703 gründete der russische Zar Peter 1. am Newa Ufer eine prachtvolle Stadt Sankt-Petersburg , die bis Anfang des 20. Jahrhunderts die russische Hauptstadt war. Erst 1918, nachdem die sowjetische Regierung wieder nach Moskau umgezogen war, wurde Moskau zur Hauptstadt, was Sie auch jetzt bleibt.

Im Herbst 1997 hat Moskau sein 850 Jubiläum gefeiert. Es wurden zahlreiche ausländische Gäste vom Bürgermeister Moskaus Juri Luschkow eingeladen, die sich an Feierlichkeiten teilgenommen haben. Das moderne Moskau gehört zu den wichtigsten und bedeutendsten Städten nicht nur in Russland, sondern auch im ganzen Europa.Heutzutage ist das ein grosses Industrie, Kultur und Wissenschaftszentrum. Hier finden Sie zahlreiche Museen, wunderschöne historische Denkmäler, Parks, Strassen und Schlösser. Die Stadt erstreckt sich auf der Fläche von 1000 Quadratmeter, ihre Bevölkerung zählt etwa 12 Mio Einwohner. Moskau ist eine gastfreundliche Stadt, viele Touristen von der ganzen Welt kommen nach Moskau, um den Kreml, den Roten Platz, die Basilius-Kathdrale oder das Lenin-Mausoleum zu besuchen. Die Stadt hat viele Hochschulen und Universitäten, besonders populär ist die Moskauer Staatliche Lomonossow-Universität, wo die künftigen Wissenschaftler und Nobelpreisträger ausgebildet werden. Die Stadt ist schön in jeder Jahreszeit, Tausende von Touristen besuchen jährlich diese russische pulsierende Metropole und geniessen das Treffen mit der russischen Geschichte. Wenn Sie sich für Kultur, Kunst, Literatur und Geschichte interessieren, müssen Sie sich auf jeden Fall auf den Weg setzen. Bevor Sie nach Russland fliegen, brauchen Sie auf jeden Fall eine kurze Vorbereitung.

Visum: Sie müssen sich um ein Visum kümmern. Die Bürger der Europäischen Union benötigen für Russland ein Einreisevisum. Das kriegen Sie entweder persönlich in der russischen Botschaft, im Generalkonsulat, oder Sie beantragen Ihr Reisebüro, die nötigen Einreispapiere für Sie vorzubereiten.

Flüge: Von Deutschland aus fliegen zahlreiche Fluggesellschaften direkt nach Moskau, sehr interessant dabei sind die Flüge von der Low-Cost Gesellschaft Germanwings, die supergünstige Tarife für Moskau anbietet. Es werden jeden Monat Auktionen durchgeführt, und wenn Sie Glück haben, können Sie für 50 Euro hin-und zurück fliegen. Der Flug dauert zirka 3 Stunden, es fliegen moderne und gut ausgerüstete Maschinen Airbus 319 und 320 hin. Die Bedienung am Bord ist immer sehr nett und freundlich, die Speisen und Getränke sind nicht im Preis inklusiv, können aber zu relativ guten Preisen gekauft werden. Die Plätze im Flugzeug werden nicht nummerirt, Sie wählen Ihren Platz freiwillig aus. Nach zirka 3 Stunden sind Sie herzlich willkommen in der russischen Hauptstadt!

Die Unterkunft: Im Moment gibt es in Moskau eine Riesenauswahl von verschiedenen Hotels, von ganz preiswerten Zimmern des Systems B&B bis zu prachtvollen Suits in 6 Sternen-Hotels. Es ist empfehlenswert, ein gewünschtes Zimmer im Internet oder per Telefon im voraus zu buchen, da können Sie sicher sein, dass Sie nicht unter freiem Himmel übernachten. Sie kriegen eine Bestätigung des Hotels mit Angabe von Zimmerart und Aufenthaltsdauer.

Verkehrsmittel: Da in der Stadt viel zu viel Autos sind, und die Strassen total überlastet sind, fahren Sie am liebsten mit der U-Bahn. Für Eintritt in die U-Bahn müssen Sie entweder ein Chip kaufen oder eine Fahrkarte für mehrere Fahrten. Die Besichtigung der Moskauer U-Bahn ist schon an sich eine interessante und sehenswerte Reise. Sie vermeiden einerseits unnötige Staus, sparen Zeit und können richtige architektonische Werke geniessen. Viele Stationen sind schön und eizigartig, sie sind mit Reliefen, Mosaiken und Plastiken geschmückt. Die Bauarbeiten der Moskauer U-Bahn fangen 1931 an. Es haben viele bekannte Maler, Architekten und Ingenieuren an den Projekten der U-Bahn Stationen gearbeitet. Viele Stationen sind richtige Bauwerke, die auf jeden Fall angesehen werden sollen. Sie steigen in den Zug ein, und die Reise fängt an! Der Diktor nennt jede Station laut und deutlich, die Beschriftungen sind in kyrillischen und lateinischen Buchstaben. Sie müssen auf jeden Fall vor der Fahrt einen U-Bahn Plan kaufen, dann finden Sie ganz schnell Ihre gewünschte Station und können den ganzen Weg verfolgen.

Wie lange bleibt man am besten in Moskau: Sie brauchen fuer Moskau schon ein bisshen Zeit, deswegen am besten kommen Sie nach Moskau für die ganze Woche. Da können Sie in Ruhe alle bedeutenden Sehenswürdigkeiten ansehen und geniessen. Wie z.B. der Kreml mit seinen zahlreichen Kathedralen, dem grossen Kreml Palast und der Rüstkammer. Im Kreml hat der russische President Wladimir Putin seinen Arbeitsplatz, hier empfängt er zahlreiche ausländischen Gäste. Ganz in der Nähe ist der Rote Platz, und wenn Sie den Platz entlang gehen, sehen Sie die wunderschöne Basilius-Kathedrale, die 2 hervorragende Baumeister Barma und Postnik gebaut haben. Die Kathedrale war so schön, dass die Architekten vom russischen Zaren Iwan dem Bösen geblindet waren, damit sie keine andere solche Kathedrale schaffen können.

Im Mausoleum steht bis jetzt ein Sarg, wo die balsamierte Leiche von W. Lenin liegt. Und im Moskauer Kreml-Mauer sind die Grabstaätten von bedeutendsten russischen Leuten, z.B. vom weltbekannten russischen Raketenbauer Sergei Korolew. Gehen Sie weiter bis zum Moskwa-Ufer und geniessen Sie den Blick! In der Sommerzeit kann man auch durch Moskwa mit dem Schiff fahren. Besuchen Sie unbedingt Arbat, eine Fussgängerzone, wo sich Musiker, Maler, Schauspieler und Künstler sammeln. Sie malen Ihr Portraits oder singen für Sie Paar schöne Lieder. Und abends muss unbedingt ein Oper-oder Ballettbesuch im Bolschoitheater stehen. In Moskau kann man jeden Tag was Neues und Interessantes entdecken. Hier findet jeder was für seine Seele und Geschmack.

Geschrieben von Reiseberichte am Dienstag 30. Januar 2007

Dänemark: Hier sein oder nicht hier sein? Dänemark!

Königin Margarete, Kopenhagen, Küste, Klima, Kultur und noch mehr K fielen mir bei der Vorbereitung auf meine Dänemarkreise ein.

Dänemark gilt zwar allgemein hin als klein, doch seine Größe ist nicht von schlechten Eltern, in jeder Hinsicht, doch Grönland stand diesen Sommer nicht auf dem Programm. Ich habe mir ein Haus gemietet, mit der so typischen skandinavischen Farbe, rot. Es steht, laut Katalog, mitten in einer herrlichen Dünenlandschaft, mit freiem Blick zu einem Leuchtturm und das wichtigste, mein Hund durfte mit. Beim blättern der Katalogseiten fand ich viele Häuser die Hunde erlaubten, doch für eine einzelne Person waren viele einfach zu groß, schließlich und endlich fand ich unsere niedliche Hütte, in Blavand nur hundert Meter von der atemberaubend breiten Nordseeküste entfernt. Blavand liegt ca. 30 Km von Esbjerg entfernt. Esbjerg ist eine größere Stadt mit Hafen, Museen, Aquarium und vielen Einkaufsstraßen, wie ich sie später ausgiebig genoss. Die An- und Abreise ist Donnertag, so starteten mein Hund und ich pünktlich um 10 Uhr vormittags, aus dem südlichen Schleswig Holstein.

Dänemark Hafen

Bis zur Grenze nach Dänemark, an Rendsburg und Flensburg vorbei, brauchten wir 2 ½ Stunden dann nochmals gute 2 Stunden. Eine kurze Pause zum vertreten der Beine und für den Hund genehmigten wir uns zweimal. Um halb Drei standen wir vor der Zentrale der Häuservergabe und bekamen unseren Schlüssel. Die wechselnde Landschaft wurde flach und flacher und auch der Himmel zeigte sich von seiner schönsten Seite. „Dänemark, wie kommen!“, sagte ich vergnügt und den Hund streicheln. Dieser hatte sich bereits erhoben und schaute aus dem Seitenfenster auf die vielen kleinen und großen Läden Blavand´s. Kirche und Restaurants in Überzahl. Also verhungern konnten wir nicht. Wir fuhren einige hundert Meter aus dem Zentrum hinaus und bogen die sandige Straße ein, wo unsere Hütte zu finden sein sollte. Zwischen den Ferienhäusern standen Bäume, Hecken und Büsche, so das man kaum auf ein Nachbargrundstück gucken konnte. Plötzlich fiel mir die Hütte ins Blickfeld. Ich schlug das Lenkrad rechts einund schon Sekunden später parkten wir vor unserem Feriendomizil in Dänemark. Das Haus war noch schöner als im Prospekt und der Blick zum Leuchtturm von Blavand war klasse. Ausladen und einräumen und ruckzuck eilten wir hinunter zum Strand. Düne rauf und Düne runter über einen aus getrampelten Wiesenpfad und stapfend durch den aufgeheizten Strandsand, genossen wir das Meerwasser dass sogleich unsere Füße umspielte. Der Hund kläffte was das Zeug hielt und ich atmete Dänemarks Nordseeluft ein. Die Sonne tat ihr übriges, sie verbrannte meine Nase und meinen Nacken.

Dänemark Leuchtturm Blavand

Die Küste Blavand´s zieht sich kilometerweit hin. Wir sollten sie in den nächsten Tagen ausgiebig bewandern und zwischendurch immer wieder Mal baden gehen oder Bernstein suchen. Natürlich fuhren wir auch viel Rad, welches uns auf dem Dachgepäckträger begleitete, so konnten wir auch das Hinterland erkunden und feststellen wie schön die Gegend ist und die reetbedeckten Häuser mit ihren Vorgärten entzückten einen jedes Mal ein wenig mehr. Hilfsbereite Dänen gab es überall, ob im Einkaufzentrum, in der irischen Kneipe oder bei dem Aufsuchen eines Hundedoktors. Zwei Wochen Dänemark fand ich beinahe zu kurz obwohl zwischenzeitlich das Wetter umschlug. Doch ein Spaziergang bei Wind und Regen mit anschließendem Schnaps und einem Aufstieg auf dem Leuchtturm, ist auch nicht zu verachten. Im Zentrum des Ortes gingen wir alle zwei Tage einkaufen, vor allem Produkte aus Dänemark hatten es mir angetan. Fisch, na klar, aber auch Käse und bestimmte Biersorten, Brot und andere Leckereien, wie Kuchen. Wichtig war es auch, dass wir genügend Brennholz für unseren Kamin hatten, auch wenn es im Juni nicht unbedingt nötig ist, so doch wenigstens an den regnerischen Tagen. Die Gemütlichkeit eines Kaminfeuers ist nicht zu überbieten. Außerdem brauchten wir Kohle für den Grill. Die Abende auf unserer Terrasse bleiben mir unvergesslich. Kerzenlicht und Wein und immer den Lewuchtturm im zielsicheren Blick.

Wir machten auch einige größere Ausflüge und besichtigten nicht nur Esbjerg sondern auch andere hübsche Ferienorte an der Nordseeküste Dänemarks und wir bummelten auch durch eine der ältesten Städte im Königreich, Varde. Seine mittelalterliche Struktur, Kirche, sind phänomenal, einzigartig,dementsprechend voll war es in den engen Gassen und auf den verwinkelten Plätzen den netten Souvenirläden.

Dänemark - Kopenhagen - Tivoli

„Dänemark, wie kommen wieder“, sagte ich beim wehmutsvollen Abschied und nach diesem ersten Urlaub in Dänemark folgten sechs weitere. Während dieser Urlaube, genossen wir nicht nur Kopenhagen, den Tivoli, sondern bereisten auch die Südküste und einige Inseln. Wir erkundeten uns nach den Prinzen Hamlet und seinem Schloss, sondern waren auch auf den Spuren Hans Christian Andersens, dem großen Dänischen Dichter. Das Fahrrad hatten wir als ständigen Begleiter,wie auch wetterfeste Kleidung, doch die Sonnenstunden überwogen und eine gute Sonnencreme war ständig zur Hand. Probleme gab es eigentlich nur mit der Sprache, aber mit geschriebenen Vordrucken, Deutsch und Englisch und einemLächeln auf dem Gesicht, bewältigten wir alle Barrieren die vor uns auftauchten.

Es dauerte einige Jahre bis wir uns entschlossen hatten Dänemark wieder zu bereisen, doch der siebente Urlaub in Dänemark ist in voller Planung und der Sommer 2007 kann kommen.

Geschrieben von Reiseberichte am Freitag 26. Januar 2007